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Sonderschau im GNM: "Halle 1. Ein Experiment" | BR24

© GNM / Dirk Messberger

Sonderschau im Germanischen Nationalmuseum: "Halle 1. Ein Experiment", Bereich "Auf der Walz"

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Sonderschau im GNM: "Halle 1. Ein Experiment"

Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg zeigt die Sonderschau "Halle 1. Ein Experiment". Die spannende Präsentation entstand, weil das Museum coronabedingt die große Sonderschau über den Renaissance-Maler Hans Hoffmann verschieben musste.

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Von
  • Christine Weirauch

Die Ausstellungshalle des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg (GNM) stand leer und so entwickelte das Museum in knapp drei Monaten eine Sonderschau, die das Experimentieren in den Mittelpunkt stellt. Insgesamt sind rund 40 historische Objekte zu sehen, denen zeitgenössische Fotoarbeiten gegenübergestellt werden.

China in Sachsen: Porzellan das "weiße Gold"

Einen Schwerpunkt bildet das sogenannte Böttger-Porzellan. Der Apotheker Johann Friedrich Böttger behauptete zu Beginn des 18. Jahrhunderts aus Silber Gold herstellen zu können. Das Experiment scheiterte. Dafür präsentierte Böttger die Rezeptur des "Weißen Goldes" und schuf damit die Grundlage des bis heute weltberühmten Meißener Porzellans.

© GNM / Dirk Messberger

Sonderschau im Germanischen Nationalmuseum: "Halle 1. Ein Experiment", Bereich "China in Sachsen"

Der zweite Schwerpunkt verweist auf das Leben auf der Walz. Noch heute ziehen Wandergesellen und Wandergesellinnen ohne Geld und Handy durch die Lande. Was auf sie zukommt, ist schwer planbar und ihr Leben ist ein Experiment. Das zeigen die zeitgenössischen Fotoarbeiten von Dominik und Benjamin Reding. Ihnen gegenüber stellen die Kuratoren zum Beispiel die Figur eines wandernden Gesellen aus dem 18. Jahrhundert oder eine kostbare Silberschatulle aus dem 17. Jahrhundert, die ein schwedischer Geselle auf der Walz in Nürnberg anfertigte.

Experiment mit Video-Vorträgen, Diskussionen und vielen Angeboten

Alle Exponate rücken die positiven Seiten experimenteller Alternativen in den Vordergrund. Auch Studierende der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen arbeiten an dem Ausstellungsprojekt mit. Mit über 1.000 Quadratmetern bietet die Sonderschau auch Platz für neue museumspädagogische Angebote wie Video-Vorträge und gibt einen Einblick ins digitale Angebot des Germanisches Nationalmuseums.Die Sonderausstellung "Halle 1. Ein Experiment" beginnt am Donnerstag, 16. Juli und läuft bis zum 1. November.

© GNM / Dirk Messberger

Sonderschau im Germanischen Nationalmuseum: "Halle 1. Ein Experiment" läuft bis 1. November 2020.

© BR

Das Germanische Nationalmuseum kann die für heuer geplante Sonderausstellung zum Maler Hans Hoffmann coronabedingt erst nächstes Jahr zeigen. Als Alternative zeigt das Museum nun Exponate, die selbst einmal Alternativen waren.

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