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Söder: Neues Museum ist "Liebeserklärung an unsere Heimat" | BR24

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Das neue Museum der Bayerischen Geschichte ist feierlich eröffnet worden. Zahlreiche Ehrengäste hatten sich in Regensburg eingefunden - vorne mit dabei Ministerpräsident Söder.

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Söder: Neues Museum ist "Liebeserklärung an unsere Heimat"

Das neue Museum der Bayerischen Geschichte ist feierlich eröffnet worden. Zahlreiche Ehrengäste hatten sich in Regensburg eingefunden - vorne mit dabei Ministerpräsident Söder. Er bezeichnete das Museum als eine "Liebeserklärung" an die Heimat.

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Das Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg ist am Dienstag nach vier Jahren Bauzeit eröffnet worden. Zu Beginn der Feier gab es einen Segen vom Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer, Regionalbischof Hans-Martin Weiss und Rabbi Chaim Bloch von der Israelitischen Kultusgemeinde.

Das 88 Millionen-Euro-Projekt gilt als eines der größten und modernsten Häuser Deutschlands und zeichnet die Entwicklung Bayerns zum modernen Verfassungsstaat nach.

"Ein großes Gemeinschaftswerk"

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nannte das neue Museum zur Eröffnung "eine Liebeserklärung" an die bayerische Heimat, bei der "die Menschen mit ihren Geschichten" im Mittelpunkt stünden. Viele persönliche Exponate wurden von Bürgern beigesteuert. Es sei ein "Museum von Bayern für Bayern". Dies mache die Ausstellung "zu einem großen Gemeinschaftswerk", sagte der Ministerpräsident in seiner Rede.

"Wenn man Bayern verstehen will, muss man nach Regensburg kommen." Ministerpräsident Markus Söder

Mit seiner modernen Architektur, den historischen Zeugnissen zur Demokratiegeschichte und den zahlreichen Multimedia-Präsentationen sei das Museum "ein einmaliger Erlebnisort" für die bayerische Identität.

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Nach vierjähriger Bauzeit wurde am Nachmittag in Regensburg das Museum der Bayerischen Geschichte eröffnet. Der Besucherbetrieb beginnt morgen. Die Dauerausstellung im Museum zeigt die Entwicklung Bayerns von 1800 bis heute.

"Ein Traum wird Wirklichkeit"

Mit dem neuen Museum werde ein alter Traum Wirklichkeit, sagte Kunstminister Bernd Sibler (CSU). Über Bayerns Vergangenheit sei zwar schon viel gesagt, geschrieben und ausgestellt worden, was aber bisher gefehlt habe, sei "ein festes Museum zu ganz Bayern, wie wir es heute kennen". Mit dem neuen Museum würden diese Ansprüche "endlich und in beeindruckender Weise" erfüllt. Unter den Exponaten fänden sich hochrangige Ikonen wie der Nymphen-Schlitten Königs Ludwigs II., aber auch anrührende Erinnerungsstücke wie die lederne Pickelhaube des Soldaten Simon Gammel, der den Ersten Weltkrieg nur mit viel Glück überlebte.

"Alles in allem eine gewaltige Bereicherung der bayerischen Museumslandschaft." Bayerns Kunstminister Bernd Sibler

Die Dauerausstellung, die vom Haus der Bayerischen Geschichte konzipiert wurde, zeichnet auf 2.500 Quadratmetern nach, "wie das moderne Bayern entstand und was den Freistaat so besonders macht", wie der Titel lautet. Die Exponate werden auf 30 Bühnen und in acht Kulturkabinetten präsentiert und effektvoll in Szene gesetzt. Ein Drittel der insgesamt 1.000 Ausstellungstücke sind persönliche Exponate, die von Bürgern beigesteuert wurden.

© BR/Andreas Wenleder

(v.l.n.r.) Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Ministerpräsident Söder, Kunstminister Sibler und Museumsdirektor Loibl

💡 Der Bayerische Rundfunk als Kulturpartner

Seit Juli 2017 sind der Bayerische Rundfunk und das Haus der Bayerischen Geschichte Kulturpartner. Im Rahmen dieser Partnerschaft hat der BR knapp 140 Multimedia-Ausstellungsstücke aus seinen Archiven zur Verfügung gestellt. Die Original-Töne und Filmausschnitte des BR dienen als Quellen zu vielen historischen Ereignissen.

Der BR unterstützt damit Medienstationen in der Dauerausstellung sowie den Aufbau der Bavariathek, in der bayerische Geschichte multimedial und innovativ erzählt wird. Die historischen Bestände werden digital in einem Medienarchiv gespeichert und über ein eigenes Online-Portal für Recherche und Dokumentation öffentlich zugänglich gemacht. BR24, die digitale Informationsmarke des BR, steuert etwa die #BR24Zeitreise bei – Schätze aus den Fernseharchiven des BR, digitalisiert und den jungen Sehgewohnheiten als Web-Videos angepasst.

Die Bavariathek gibt es aber nicht nur virtuell, sondern auch ganz konkret vor Ort in Regensburg: Neben dem Museum entstehen am Donaumarkt Medienräume mit moderner technischer Ausstattung, die als Schulungszentrum dienen. Dort können Schulklassen ihr Wissen in Geschichte vertiefen und zugleich ihre Medienkompetenz ausbauen – ein Feld, auf das der BR großen Wert legt.