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So war es beim Bayerischen Kabarettpreis im Lustspielhaus | BR24

© Fotos: RuesslMusikverlagGmbH, Dieter Hanitzsch, Amac Garbe, Martin Frank, Horst Klein; Montage: BR

Otto Waalkes, Dieter Hanitzsch, Olaf Schubert, Martin Frank und Christian Ehring eingebaut in einer Bildercollage

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    So war es beim Bayerischen Kabarettpreis im Lustspielhaus

    Am Montag Abend wurden im Münchner Lustspielhaus Christian Ehring, Olaf Schubert und Martin Frank mit dem Bayerischen Kabarettpreis ausgezeichnet. Der Ehrenpreis ging an Otto Waalkes, ein Jubiläumspreis an den Karikaturisten Dieter Hanitzsch.

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    Der Hauptpreis ging an Christian Ehring, "den James Bond des Kabaretts" für Luise Kinseher, die durch den Abend führte. Ehring, der bei extra 3 regelmäßig den Irrsinn der Woche präsentiert, trat gestern Abend an, um "noch einmal eine Lanze für Angela Merkel" zu brechen. "Egal, wie lang sie noch Kanzlerin bleibt, wir mussten nie und wir werden auch nie über Merkel lesen müssen, dass sie einem Pornodarsteller 130.000 Euro Schweigegeld gezahlt hat", sagte er. Die Schauspielerin und Kabarettistin Maike Kühl hielt die Laudatio auf Ehring.

    "Für Bayern reicht's!"

    Den Kabarett-Musikpreis nahm Olaf Schubert entgegen, der in der heute show gern den naiven Besserwisser und Pseudo-Philosophen gibt. "Oft wurde ich für meine Musik verspottet, aber es ist schön zu wissen: hier, für Bayern reicht's!". Sein "Liebeslied auf Pamela" begeisterte gestern nicht nur seinen Laudator Andreas Hofmeir, selbst Musikkabarettist und Mitbegründer von LaBrassBanda.

    Der Senkrechtstarter-Preis ging an den Niederbayern Martin Frank, der sich mit 25 Jahren schon fest ins Herz des Brettl-Publikums geschrieben hat. Jürgen Kirner, der Frontmann des legendären Musikkabarett-Ensembles "Couplet-AG" hielt die Laudatio. "Der Preis verändert mein Leben", kokettierte der Niederbayer mit seiner Auszeichnung.

    Der Friese mit dem Bayerischen Kabarettpreis

    "Ich hab heute noch einen Ottifanten im Bett liegen", gestand Luise Kinseher, als sie den Ehrenpreis verkündete: Den erhielt die auf allen Kanälen aktive Humor-Ikone Otto Waalkes, der im Sommer seinen 70. Geburtstag feierte und seine Autobiografie "Kleinhirn an alle" veröffentlichte. Oliver Welke, Sportjournalist, Moderator der heute show und eingeschworener Otto-Fan, hielt die Laudatio und erinnerte daran, dass Otto, der Friese, schon "vor Jahrzehnten davon geträumt" habe, den Bayerischen Kabarettpreis zu gewinnen. "Und als ich den Anruf kriegte vom Bayerische Rundfunk, hab ich überhaupt kein Wort verstanden", tönte Waalkes zum Spaß des Publikums.

    "Ein halbes Jahrhundert gezeichnete Politik" - mit diesen Worten kündigte die Moderatorin jene Auszeichnung an, die zum 20-jährigen Bestehen des Bayerischen Kabarettpreis erstmals verliehen wurde. Der Jubiläumspreis ging an den Karikaturisten Dieter Hanitzsch, der immer auf Tuchfühlung mit dem verwandten Kabarett stand. Kabarettist Helmut Schleich, einer von Hanitzschs Weggefährten, hielt die Laudatio auf ihn.

    Der Bayerische Kabarettpreis geht auf eine Idee von BR Fernsehen-Unterhaltungschef Thomas Jansing zurück, der mit dem Preis die Zusammenarbeit der Kleinkunstbühnen mit dem Fernsehen stärken wollte. Das Münchner Lustspielhaus, das Hofgarten-Theater in Aschaffenburg und der Bayerischen Rundfunk initiierten zusammen den Preis, der 2018 zum 20. Mal verliehen wird.

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