BR24 Logo
BR24 Logo
Kultur

So leicht lässt sich in Zeiten von Corona Kunst im Netz genießen | BR24

© Youtube-Kanal Haus der Kunst

Szene aus dem Haus-der-Kunst-Video "Innenleben"

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

So leicht lässt sich in Zeiten von Corona Kunst im Netz genießen

Niemand muss auf Schätze der Kunstgeschichte verzichten: Viele Museen, darunter auch das Haus der Kunst und die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, bieten online kostenlos "Rundgänge" zu alten und neuen Spitzenwerken an, samt aktueller Interviews.

Per Mail sharen
Teilen

Die Museen im Freistaat mögen derzeit samt und sonders geschlossen sein, Kunst kann man trotzdem genießen. Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen beispielsweise haben ihre Bestände schon vor einigen Jahren in einem Online-Katalog frei zugänglich gemacht: 25.000 Gemälde, Grafiken und Skulpturen sind dort gelistet, 10.000 davon mit Bild, darunter zum Beispiel Dürers berühmtes Selbstbildnis.

Darüber hinaus gibt es auf den Seiten der Münchner Pinakotheken unter dem Stichwort "Kunstminute" auch kurze Videos, in denen die Kuratoren etwas über einzelne Werke erzählen, so etwa Bernhart Schwenk über die farbenprächtige Skulptur "Reise nach Jerusalem" von Olaf Metzel gleich an der großen Eingangs-Treppe.

Interviews auf Youtube

Auch das Münchner Lenbachhaus hat seine Sammlung mit hochauflösenden Fotos online gestellt, genauso wie das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg. Das Münchner Haus der Kunst wiederum zeigt auf einem eigenen Youtube-Kanal Videos zu den aktuellen Ausstellungen, zurzeit etwa ein Interview mit der Künstlerin Njideka Akunyili Crosby über ihre aktuelle Ausstellung "Innenleben".

Natürlich kann das alles einen Museumsbesuch nicht ersetzen, sagt Antje Lange, Expertin für Digitale Kommunikation von Museen: "Was hat die Nationalgalerie Tokio eigentlich zu bieten? Oder das Metropolitan Museum of Art in New York? Die Online-Kunst-Recherche ist grenzenlos. Die Staatlichen Sammlungen zu Berlin haben derzeit 180.000 Objekte online gestellt – mit teilweise umfangreichen Begleittexten etwa über das Gemälde 'Mönch am Meer' von Caspar David Friedrich."

Masken mit Speck oder Haifisch-Zähnen

Ganz frische, praktisch noch handwarme Kunst gibt es auf Instagram zu entdecken. Die App ist darauf ausgelegt vor allem Fotos und Videos zu teilen. Ein besonders spannender Account ist "Fashion_For_Bank_Robbers – Mode für Bankräuber". Zu sehen sind hier Fotos von Masken und Kopfbedeckungen von Künstlern aus aller Welt. Hinter dem Account steht die deutsch-iranische Künstlerin Carina Shoshtary, über die wir bereits berichtet haben.

© Quelle: Freya Jobbins, Foto: Lori Cicchini

Schräge Masken auf Instagram: Kunst entdecken beim Scrollen durch die Bilderflut

Moos, Federn, Reis, Stroh, perlenbestickte Spitze, Haifisch-Zähne, Wolle, Streichhölzer, Reißzwecken: Die Bandbreite der Möglichkeiten, wie und mit womit man eine Maske machen kann, ist betörend. 150.000 Follower hat "Fashion_For_Bankrobbers" bereits - offenbar hat Carina Shoshtary mit dem Masken-Thema einen Nerv getroffen. Und aus ganz anderen Gründen ist das Thema "Maske" ja nun leider tatsächlich topaktuell.

Verpassen war gestern, der BR Kultur-Newsletter ist heute: Einmal die Woche mit Kultur-Sendungen und -Podcasts, aktuellen Debatten und großen Kulturdokumentationen. Hier geht's zur Anmeldung!

Die tägliche Dosis Kultur – die kulturWelt als Podcast. Hier abonnieren!