BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Silver Ager aus der Goldenen Ära Hollywoods | BR24

Audio nicht mehr verfügbar

Dieses Audio konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Silver Ager aus der Goldenen Ära Hollywoods

Kirk Douglas hat unzählige Westernschurken und Rächer verkörpert. War der Sklave in "Spartacus". Und der unverstandene Künstler Van Gogh. Heute feiert das berühmteste Kinn Hollywoods seinen 100. Geburtstag. Von Roderich Fabian

Per Mail sharen

Ein männlicher Hollywood-Star im dramatischen Fach musste in der Goldenen Ära Hollywood zugleich Härte als auch Nachdenklichkeit ausstrahlen, musste Helden ebenso überzeugend rüberbringen wie am Schicksal Verzweifelnde – und da kam der russisch-jüdische Migrantensohn, Jahrgang 1916, gerade recht.

Mann mit Mission

Mitte der 40er drehte der aus einfachsten Verhältnissen stammende Douglas seine ersten Filme. Schon 1949 gab’s die erste von drei Oscar-Nominierungen für den Boxerfilm „Champion“. Und damit prägte er auch sein Leinwand-Image als harter Bursche und als Mann mit Mission. Neben Burt Lancaster und Gary Cooper galt Kirk Douglas als Idealbesetzung für den Lonesome Cowboy – sexy, aber nicht zu vereinnahmen. Western waren lange Zeit das Genre, in dem der Mann mit den dunklen Augen und dem durchtrainierten Körper das männliche Role Model gab. Den Star-Status nutzte Douglas zur Gründung einer eigenen Produktionsfirma und finanzierte 1957 den Anti-Kriegs-Film „Wege zum Ruhm“ von Stanley Kubrick. 1960 arbeiten Kubrick und Douglas noch einmal zusammen, bei „Spartacus“, der Geschichte des legendären, rebellischen Sklaven im Alten Rom. Seinen Mut beweist er allerdings auch in der Wirklichkeit, als er den Drehbuchautor Dalton Trumbo im Abspann erwähnt, obwohl der auf der schwarzen Liste Hollywoods steht, die angeblichen Kommunisten quasi Berufsverbot erteilt.

Oscar für das Lebesnwerk

Rund 90mal steht der fleißige Self-Made-Man in Spielfilmen vor der Kamera. Mit dem Beginn des amerikanischen Autorenfilms in den späten 60ern hat der Lonesome Cowboy ausgedient – Kirk Douglas gilt als Mann von gestern. Als Produzent bleibt er am Ball. Er erwirbt die Filmrechte am Buch „Einer flog über das Kuckucksnest“. 1975 wird sein Sohn Michael es an seiner Stelle zu einem Kino-Klassiker machen. 1996 überlebt Kirk einen Schlaganfall und bekommt im gleichen Jahr endlich einen Oscar - für sein Lebenswerk.