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Sibler will trotz Corona-Pandemie "Aufbruch in der Kultur" | BR24

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Analog statt Online, Bühne statt Livestream: Der Kulturlieferdienst will Künstlern eine öffentliche Veranstaltungsplattform bieten.

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    Sibler will trotz Corona-Pandemie "Aufbruch in der Kultur"

    Die bayerische Staatsregierung startet die neue Kulturinitiative "Bayern spielt". Mit Freiluftveranstaltungen in ganz Bayern soll im Sommer Kultur wieder erlebbar werden. Kunstminister Bernd Sibler (CSU) sprach von einem "Aufbruch in der Kultur".

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    Von
    • Agnes Popp

    Konzerte, Performances, Ausstellungen: Nicht mehr im Livestream oder auf Plattformen im Netz, sondern analog soll es die Kultur in Bayern bald wieder geben. Mit einer Initiative namens "Bayern spielt" will der Freistaat im Sommer Kulturveranstaltungen unterstützen.

    Begegnungen sollen dort möglich gemacht werden, wo es geht, sagte Kunstminister Bernd Sibler laut einer Mitteilung am gestrigen Sonntag. Dank zunehmender Impf- und Testangebote sowie ausgefeilter Hygienekonzepte ergäben sich für den Sommer neue Perspektiven für einen Aufbruch in der Kultur. "Kunst- und Kulturschaffende und das Publikum sollen sich endlich wieder direkt begegnen können", so der Minister.

    Bayern will Freiflächen für Kunst und Kultur zur Verfügung stellen

    Analog statt digital: Von Juni bis September wolle man mit vielfältigen Veranstaltungen vor allem im Freien und verantwortungsvollen Sicherheitskonzepten Kunst und Kultur für Gäste wieder "direkt erlebbar, spürbar, sichtbar" machen, betonte Sibler. Um Open-Air-Bühnen zu errichten, stelle der Freistaat zusätzliche öffentliche Freiflächen zur Verfügung.

    Appell an die Kommunen, Open-Air-Flächen zu schaffen

    Kunstminister Sibler appellierte an die mehr als 2.000 Kommunen im Freistaat, das Projekt zu unterstützen und ebenfalls geeignete Flächen für den Kultursommer 2021 zur Verfügung zu stellen. Es gehe darum, "das Kulturprojekt mitzutragen, geeignete Freiflächen für den Kultursommer 2021 zur Verfügung zu stellen und kulturelle Veranstaltungen dort, wo immer es möglich ist, zu unterstützen".

    Mit dem Projekt soll der von der Corona-Pandemie besonders getroffenen Kultur- und Veranstaltungsbranche geholfen werden. Das Bayerische Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft (bayernkreativ) richte für dieses Projekt eine Informations- und Serviceplattform ein. Für die Kulturschaffenden könnte das ein Licht am Ende des Tunnels bedeuten.

    Ob es sich so umsetzen lässt, ob die Kommunen mitmachen und ob genug Freiflächen zur Verfügung stehen, wird sich zeigen. Wichtig wäre auch, die bürokratischen Hürden gering zu halten, damit ein solches Programm der Kunst- und Veranstaltungsbranche schnell helfen kann.

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    Bildrechte: picture alliance / Geisler-Fotopress | Steffi Adam/Geisler-Fotopress

    Bernd Sibler bei der Kundgebung 'Aufstehen für Kultur' auf dem Königsplatz. München, 24.10.2020.

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