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Serie "Upload": Den Himmel muss man sich leisten können | BR24

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Sterben oder ein Nachleben im virtuellen Jenseits? In "Upload" gibt's die Wahl.

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    Serie "Upload": Den Himmel muss man sich leisten können

    "The Office" und "Parks & Recreation" stehen für bösen Humor und die absurden Seiten des Arbeitslebens. Greg Daniels neue Comedy-Serie zeigt das durchkommerzialisierte, virtuelle Leben nach dem Tod. Kann "Upload" es mit "The Office" aufnehmen?

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    Nathan ist tot. Oder besser gesagt: sein Körper ist tot. Sein Bewusstsein existiert weiter, hochgeladen in die Cloud eines Telekommunikationsanbieters.

    Sein selbstfahrendes Auto hatte einen schweren Unfall. Bevor seine Organe versagen, gibt er dem Drängen seiner reichen Freundin Ingrid (Allegra Edwards) nach und lässt sein Ich auf ihre Kosten in ein Luxus-Ressort hochladen. Dafür wird sein Gehirn gescannt und seine Erinnerungen auf einen virtuellen Avatar übertragen, der ihm bis in die Haarspitze gleicht, schmecken und fühlen kann – aber weder Hunger hat noch müde wird. Nathans neues Leben ist nur eine Simulation. Eine virtuelle Welt, in der niemand mehr von seinen Liebsten Abschied nehmen muss und alles möglich ist – sofern man es sich leisten kann.

    Nathan hat keine Kohle und ist eher skeptisch, was das kommerzielle After-Life betrifft. Doch für Diskussionen bleibt in der Notaufnahme keine Zeit.

    Der erste Tag vom Rest des Lebens nach dem Tod

    Nathan (Robbie Amell) wird also zu einer Art Tamagotchi für seine Freundin: Rund um die Uhr wird er beobachtet und kann sich nicht mal einen Kaffee kaufen, ohne, dass sie zustimmt.

    Wie in einem Online-Game muss im virtuellen Luxushimmel für alles extra gezahlt werden. Die alternative Spar-Version ist vergleichbar mit einer Gefängnisstrafe, die die Insassen auf ewig absitzen müssen. Nathans persönliche Assistentin Nora (Andy Allo) kann über Virtual Reality mit Nathan und anderen Uploads sprechen und sich auch in deren Welt bewegen. Sie findet heraus, dass Nathans Erinnerungen manipuliert wurden. Und das ist noch nicht alles: Nathan hatte vor seinem Tod selbst als Programmierer an einem kostenlosen, virtuellen Himmel gearbeitet. Nur das weiß er jetzt nicht mehr.

    Die Idee von "Upload" ist spannend und weckt sofort hohe Erwartungen. Leider ist die Serie aber nicht so menschlich und tiefgründig wie die Jenseits-Comedy "The Good Place" oder scharfsinnig wie die Technologie-kritische Anthologieserie "Black Mirror". Was es bedeutet, für immer auf die finanziellen Ressourcen und die Gunst der Liebsten angewiesen zu sein und ein Nachleben in der Simulation zu führen, wird nur oberflächlich thematisiert.

    Das durchkommerzialisierte After-Life

    "Upload" entwirft eine Welt, in der die großen Tech-Unternehmen Menschen über den Tod hinaus bis auf den letzten Cent aussaugen und von ihrem Egoismus profitieren. Welche Folgen das für die Gesellschaft hat, sehen wir nicht. Erst gegen Ende der Staffel greift "Upload" die Ungerechtigkeit auf, dass eigentlich nur reiche Menschen ein angenehmes Leben nach dem Tod führen können. Die Hauptfigur Nathan scheint das nach einem kurzen Schock auch alles nicht groß zu kümmern – ihn beschäftigt es auch nicht, dass ihm einige Erinnerungen fehlen. Dadurch ist Nathan nicht nur eine unfassbar langweilige Figur, es ist auch rätselhaft, wieso sich seine persönliche Assistentin Nora in ihn verliebt. Dazu kommt flacher und oft pubertärer Tech-Bro-Humor.

    Eine bessere Serie hätte wenigstens die Frage geklärt, was es mit Nathans Erinnerungslücken auf sich hat. In "Upload" bleibt sie offen. So ist sie einfach eine mittelmäßige Comedy-Serie, die sehr viel Potenzial verschenkt.

    "Upload" ist bei Amazon Prime Video verfügbar. Eine zweite Staffel wurde schon bestätigt.

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