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Scholz: Konzertveranstalter sollen für zweite Hälfte 2021 planen | BR24

© picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Olaf Scholz (SPD), Bundesminister der Finanzen

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    Scholz: Konzertveranstalter sollen für zweite Hälfte 2021 planen

    Bundesfinanzminister Scholz hat Unternehmen aufgefordert, für die zweite Jahreshälfte 2021 Veranstaltungen einzuplanen. Dem Berliner "Tagesspiegel" sagte er, Kosten würden erstattet, falls Veranstaltungen coronabedingt abgesagt werden müssten.

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    • BR24 Redaktion

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) plant einem Medienbericht zufolge eine staatliche Kosten-Übernahme für Veranstaltungen, die in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden müssten. Er wolle die Konzertveranstalter mit dieser Maßnahme ermutigen, jetzt wieder loszulegen, sonst sei die Pandemie irgendwann vorbei und es fänden trotzdem keine Konzerte mehr statt, sagte Scholz in einem Interview mit dem "Tagesspiegel" (Sonntagsausgabe).

    Möglicher Kosteneratz für coronabedingte Absagen

    Die Bundesregierung wolle alle Aufwendungen abrechnungsfähig machen, "die in optimistischer Erwartung getätigt wurden und sich wegen Corona-Restriktionen nicht realisieren lassen", sagte Scholz der Zeitung. "Wer jetzt solche Veranstaltungen in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 plant, die dann wider Erwarten doch abgesagt werden müssen, soll dafür Ersatz bekommen." Durch die Maßnahme solle "auch die ganze Maschinerie mit den vielen Soloselbständigen und Musikern wieder in die Gänge" kommen.

    Förderprogramm für nicht wirtschaftliche Kulturveranstaltungen

    Zudem arbeite er laut der Zeitung an einem Förderprogramm, das Kulturveranstaltungen unterstützen soll, die wegen der Corona-Restriktionen nur von einem beschränkten Publikum besucht werden können und daher nicht wirtschaftlich sind.

    Scholz weist Kritik an üppigen Hilfen zurück

    Kritik der Union und von Ökonomen, die bisher auf rund 33 Milliarden Euro veranschlagte November- und Dezemberhilfen seien viel zu üppig konzipiert, wies der Minister dem Blatt zufolge zurück. Bei den Empfängern handle es sich um Betriebe, die das ganze Jahr über kaum Geschäft gemacht und mit dem Umsatz in den letzten Wochen des Jahres gerechnet hätten. Es sei richtig gewesen, "nicht nur die Einschränkungen zu verlängern, sondern auch die Hilfen", sagte Scholz der Zeitung. Ab Januar sollten die Hilfen dann auf ein Modell umgestellt werden, das sich an den Fixkosten orientiere.

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