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Meister der Nebenrollen: Zum Tod von Maximilian Krückl | BR24

© dpa / picture-alliance / Felix Hörhager

Der Schauspieler Maximilian Krückl 2009 bei Dreharbeiten zur Komödie "Die Hüttenwirtin"

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    Meister der Nebenrollen: Zum Tod von Maximilian Krückl

    Kommissar, Pfarrer, Pathologe: Der bayerische Schauspieler Maximilian Krückl überzeugte in vielen Rollen. Wie erst jetzt bekannt wurde, starb er schon Ende Juni mit 52 an Herzversagen. Ein Nachruf.

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    Er war kein Schauspieler, dessen Namen man auf Anhieb wusste. Auch in seinen Film- und Theaterrollen blieb er einer, der im Abspann oder im Programmheft nicht ganz oben angeführt worden ist. Und doch: Wenn man heute Passantinnen und Passanten ein Foto von Maximilian Krückl zeigen würde, dann käme wohl meist die Antwort: "Den kenne ich. Der hat doch in dieser Fernsehserie mitgespielt."

    Richtig: In "Wildbach" zum Beispiel, oder den Pfarrer im "Wilden Kaiser" oder an der Seite von Uschi Glas und Ruth Drexel in "Zwei am großen See". Maximilian Krückl, der Ende Juni mit nur 52 Jahren einen plötzlichen Herztod erlitt, war ein Meister der Nebenrollen, einer, der irgendwie zu ihnen passte – sympathisch, bayerisch, humorvoll, lebensklug. Selten ein Gauner, höchstens ein Strizzi.

    Der "Dahoam is dahoam"-Songtext stammt von Krückl

    Erstaunen muss, welche Talente Krückl darüber hinaus hatte. Er schrieb den Text zur Titelmelodie von "Dahoam is dahoam", dem Dauerbrenner des BR-Fernsehens. In "Agathe kann`s nicht lassen" spielte Ruth Drexel eine Art bayerische Miss Marple – und das Drehbuch hatte Maximilian Krückl verfasst. Und: Seine Familie betrieb als Nebeneinnahmequelle eine Familienpension in Percha am Starnberger See.

    Traumatische Erfahrungen bei der Pflege seiner krebskranken Mutter brachten Krückl dazu, zusammen mit Schwester Bernadette Brommer die Internetplattform "mysisteract.de" zu gründen, an die sich alle wenden können, die in eine ähnlich schwierige Situation geraten sind.

    Maximilian Krückl spielte bereits seit 38 Jahren im Fernsehen. Franz Xaver Bogner hatte ihn als Sohn von Karl Obermayr in der BR-Serie "Familie Meier" besetzt. Der Regisseur empfahl den jungen Mann weiter an Ruth Drexel, die damalige Intendantin des Volkstheaters in München. Eine Bühnen- und Bildschirmkarriere hatte begonnen, die jetzt so jäh beendet worden ist.

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