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Schauspieler Jan Fedder mit 64 Jahren gestorben | BR24

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Bekannt wurde er vor allem durch die Fernsehserie "Großstadtrevier": Der Schauspieler Jan Fedder ist im Alter von 64 Jahren in Hamburg gestorben.

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Schauspieler Jan Fedder mit 64 Jahren gestorben

Bekannt wurde er vor allem durch die Fernsehserie "Großstadtrevier": Der Schauspieler Jan Fedder ist im Alter von 64 Jahren in Hamburg gestorben.

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Als "Großstadtrevier"-Polizist Dirk Matthies sorgte er über Jahrzehnte in der ARD-Serie für Recht und Ordnung auf St. Pauli. Kiez und Kodderschnauze - zu Jan Fedder gehörte beides. Sowohl zur Rolle seines Lebens im Fernsehen wie auch im wahren Leben. Am Montag ist er im Alter von 64 Jahren in Hamburg gestorben.

Die Polizei bestätigte dem NDR, dass es am Abend einen Einsatz bei Jan Fedder zu Hause gegeben habe. Der "Ehrenkommissar der Hamburger Polizei" sei um 18.47 Uhr gestorben. Einzelheiten sind nicht bekannt. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Fedder hatte jahrelang an einer Krebserkrankung gelitten und sich zuletzt aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Bekannt durch die ARD-Serie "Großstadtrevier"

Fedder war ein Kerl mit Kanten und auf Konventionen pfeifend, ein Raubein mit Charme. Einem Millionenpublikum bekannt war Fedder nicht nur durch die ARD-Serie "Großstadtrevier", sondern durch viele weitere Rollen, etwa als Bauer Kurt Brakelmann in der NDR-Kultserie "Neues aus Büttenwarder".

Auch für vier Siegfried-Lenz-Verfilmungen stand er vor der Kamera - für seine Darstellung in "Der Mann im Strom" erhielt er 2006 den Deutschen Fernsehpreis.

Fedders erste große Rolle in "Das Boot"

Seine erste große Rolle hatte Fedder auf der Leinwand: In Wolfgang Petersens Klassiker "Das Boot" (1981) spielte er Bootsmaat Pilgrim. Ausflüge ins Kino unternahm Fedder später selten, das Fernsehen wurde zu seinem Metier. In mehr als 400 Produktionen war er mit von der Partie und machte mit unverwechselbarer Stimme und Akzent norddeutsche Charaktere zu seinem Markenzeichen.

Fedder war ein waschechter Hamburger Jung: Er wuchs als Sohn eines Kneipenbesitzers und einer Tänzerin in Sankt Pauli auf. Mit sieben Jahren sang Fedder als Knabensopran im Chor des Hamburger Michel. Auf der Reeperbahn steht er als Wachsfigur im "Panoptikum", St. Pauli blieb auch immer sein Zuhause.

Trotz Krebserkrankung und Sturz trat Fedder vor die Kameras

Fedder galt als Volksschauspieler - und das "mit Fug und Recht", wie Fedder einmal selbst sagte. Vor einigen Jahren wurde bekannt, dass er an Krebs in der Mundhöhle erkrankt war. 2016 erlitt er bei einem Sturz mehrere Knochenbrüche. Dennoch trat er weiter als Schauspieler vor die Kameras.