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Schauspieler Claus Biederstaedt ist tot | BR24

© pa/dpa/United Archives

Claus Biederstaedt (1988).

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    Schauspieler Claus Biederstaedt ist tot

    Der Schauspieler und Synchronsprecher Claus Biederstaedt ist tot. Er starb am Donnerstag, 18. Juni, kurz vor seinem 92. Geburtstag, wie sein Sohn am Sonntag bestätigte. In den 50ern machten Filme mit Heinz Rühmann oder Romy Schneider ihn zum Star.

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    Bekannt wurde er als Herzensbrecher und Sonnyboy des Nachkriegsfilms: Claus Biederstaedt, deutscher Filmstar der 1950er und 1960er Jahre. Am Donnerstag, 18. Juni, starb er kurz vor seinem 92. Geburtstag, wie sein Sohn am Sonntag bestätigte. Biederstaedt lebte bei München.

    Noch im hohen Alter auf der Bühne

    Jahrzehnte war der Schauspieler mit der sonoren Stimme und dem breiten Lachen fester Bestandteil des deutschen Films und Fernsehens. In mehr als 200 TV-Produktionen und 60 Spielfilmen wirkte er mit.Später besann er sich zurück auf das Theater. Dort habe er machen können, was er gewollt habe, sagte er einmal. Noch im hohen Alter stand Biederstaedt auf der Bühne. Nach einer Krankheit wurde es ruhig um ihn.

    Anfänge an der Seite von Heinz Rühmann

    Begonnen hatte seine Schauspielkarriere Ende der 1940er Jahre im Hamburger Schauspielhaus. Zuvor hatte der im pommerschen Stargard geborene Biederstaedt sein Medizinstudium abgebrochen. In den 1950er Jahren wurde er mit Filmen wie "Drei Männer im Schnee", "Nachtschwester Ingeborg" und "Charleys Tante" an der Seite von Heinz Rühmann berühmt.

    Film-Erfolge in den 50er Jahren

    Für den Film "Feuerwerk" stand er mit der damals 16-jährigen Romy Schneider vor der Kamera und gab ihr nach eigener Aussage ihren ersten Kuss. Für sein Leinwanddebüt "Die große Versuchung" (1951) wurde er mit dem Bundesfilmpreis als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet. Über die Jahre war Biederstaedt in 60 Spielfilmen zu sehen.

    Star in Fernseh-Serien Derrick, Der Alte und Schwarzwaldklinik

    Nicht nur im Kino, auch im Fernsehen feierte Biederstaedt insbesondere in den 1960er und 1970er Jahren Erfolge und wirkte in mehr als 200 TV-Produktionen mit. Mal war er in den Serien "Derrick", "Die Schwarzwaldklinik" oder "Der Alte" zu sehen - oft verkörperte er in Krimis reiche Bürger, die in schwieriger Situation kriminell werden, mal verkörperte er den Doktor Ebner in "Ein Chirurg erinnert sich". Bekannt wurde auch Biederstaedts Stimme: Als Synchronsprecher vertonte er Hollywood-Größen wie Marlon Brando, Yves Montand und Paul Newman.

    Schwere Krankheit: Zungenkrebs

    In den vergangenen Jahren war es ruhig um den Schauspieler geworden: Diagnose Zungenkrebs. Zwei Drittel der Zunge amputierten Ärzte, formten den verlorenen Teil mit Gewebe aus dem Oberschenkel nach. Nach Angaben seines Sohnes kämpfte sich Biederstaedt gut durch, las viel und hörte klassische Musik. Dass er nicht mehr auf der Bühne stehen könne, sei der größte Verlust gewesen, sagte sein einziger Sohn, Tom Biederstaedt, 2018 in einem Interview.

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