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„Salam Yamen“ – „Lieber Said“ | BR24

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„Salam Yamen“ – „Lieber Said“

Said, der deutschsprachige Schriftsteller aus Teheran, und Yamen Hussein aus Syrien. Zwei Dichter, zwei Exilanten, zwei Generationen und ein Gespräch in Briefen und Gedichten. Von Cornelia Zetzsche

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Said, 69 Jahre

Als Said 1965 als Student nach Deutschland kam und als Exilant blieb, wurde die deutsche Sprache seine Lingua Franca, Zuflucht und Heimstatt. Längst ist er ein preisgekrönter Schriftsteller, und doch fragt er – voll Bitternis - den jungen Yamen Hussein:

„Du weißt, was ein Flüchtling ist? Ein Mann, der alles verloren hat bis auf den Akzent.“

Yamen Hussein, 34 Jahre

Noch hat der junge Syrer die Hoffnung auf Rückkehr, ist froh, überlebt zu haben. Zu Fuß über die Berge, durch den Schnee floh er 2013 aus Syrien und kam acht Monate später, über den Libanon, die Türkei, nach Deutschland. Als „Writer in Exile“ und Gast des deutschen PEN lebt er in München.

„Bin ich frei? Ich weiß, dass ich frei bin, so lange ich ich selbst sein kann.“

Poetischer Dialog

Auf Initiative des PEN, des Literaturhauses München und Bayern 2 und ohne einander zu kennen, führten Yamen Hussein und Said in den letzten vier Monaten einen Dialog in Briefen und Gedichten. Hussein erzählt von seiner Stadt Homs, in der jeder Mittwoch der „Tag der Verrückten“ ist, an dem man mit anderen Späße treibt, aber auch von seiner Angst, all der Schmerz könnte vergeblich gewesen sein. Und Said dichtet:

„Die tapferen Häuser in meinen Gedichten vermengen die Gassen der Kindheit mit dem Himmel der Verbannung.“

Am 9.3. begegnen sich beide Schriftsteller zum ersten Mal, auf der Bühne des Münchner Literaturhauses. Lesung mit den Autoren, dem Schauspieler Paul Herwig und Live Musik von Roman Bunka (Oud).