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"Was ein mieses Jahr": So besingt Robbie Williams Weihnachten | BR24

© David Parry/Picture Alliance

Aufgetakelt für das Fest: Robbie Williams

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    "Was ein mieses Jahr": So besingt Robbie Williams Weihnachten

    Ein ziemlich düsterer Song für die Festtage, geht es doch um verstorbene Freunde, viel Frust mit Videokonferenzen, Desinfektion und Online-Shopping: Der Star-Sänger macht in seinem Pop-Text "Can't Stop Christmas" kein Hehl aus seiner Corona-Wut.

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    Was für ein ungewöhnlicher Text für einen Weihnachts-Song: Robbie Williams (46) verabschiedet sich musikalisch mit viel Wut und Trauer im Bauch von diesem zugegebenermaßen "herausfordernden" Jahr. Gleich in der ersten Strophe seiner neuen Single "Can't Stop Christmas" heißt es: "Oh, was für ein mieses Jahr, was für eine Zeit, in der wir leben. Traurig, dass einige Freunde verschwunden sind, so war es niemals zuvor, es fühlt sich an, als ob wir im Krieg sind." Und in diesem Stil geht es weiter, viele Zeilen lang.

    Nikolaus in zwei Metern Abstand

    Er fragt sich, wer eigentlich entscheiden wird, ob traditionelle Weihnachtsbräuche in dieser Saison erlaubt sind, wie das innige Händeschütteln zum Volkslied "Auld Lang Syne" ("Nehmt Abschied, Brüder"), das in England Tradition hat. Williams schreibt über seinen Frust mit "FaceTime"- und "Zoom"-Videokonferenzen und freut sich darauf, mit seiner Familie endlich mal wieder Spaß zu haben – obwohl alle schier den Kopf verlieren: "Ihr könnt uns die Feiertage nicht nehmen", wendet er sich an wen auch immer und verweist darauf, dass der Nikolaus mit seinem Schlitten diesmal "zwei Meter entfernt" sei.

    Auf der Wunschliste von Williams sind "Stapel von Socken und Desinfektionsmitteln" zu finden, aber beim Online-Shopping sei ja genug von allem zu bekommen, auf der menschenleeren Einkaufsstraße dagegen seien die "Lichter ausgegangen". Der Sänger fragt sich, an was die Leute derzeit noch glauben sollen und ermutigt sie, ungeachtet aller Enttäuschungen einen Wunschzettel zu schreiben: "Worauf warten wir? Auf diese ganze verdammte Welt jenseits von Langeweile und Frust – der ganze Planet eingeschlossen in lauter Was und Wie?"

    Natürlich gibt es schon eine ganze Reihe von "Corona"-Songs von berühmten und weniger berühmten Popstars, aber noch keine derart satirischen Weihnachtslieder, die sich mit der Pandemie befassen. Sarah Connor fragte "Sind wir bereit?", die holländischen Vengaboys machten aus "Boom, Boom, Boom" kurzerhand "Zoom, Zoom, Zoom" und die Ärzte ein "Lied für jetzt".

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