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"Respektrente" ist das Wort des Jahres 2019 | BR24

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Die Gesellschaft für Deutsche Sprache hat da Wort des Jahres bekanntgegeben: "Respektrente". Ein anderer Begriff für Grundrente und - wie die Gesellschaft für Deutsche Sprache findet - ein neues Hochwertwort in der politischen Debatte.

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"Respektrente" ist das Wort des Jahres 2019

Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat "Respektrente" zum Wort des Jahres gekürt. Es bezieht sich auf die Einführung einer Grundrente für Personen, die 35 Jahre erwerbstätig waren und dennoch eine Rente unterhalb des Existenzminimums beziehen.

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Der Begriff "Respektrente", den die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) zum "Wort des Jahres 2019" gekürt hat, geht auf Arbeitsminister Hubertus Heil, SPD, zurück. Er hatte mit dem Begriff für die Einführung einer Grundrente geworben. "Lebensleistung verdient Respekt", hatte er betont.

"Nennen Sie es ruhig Respektrente oder Gerechtigkeitsrente." Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, SPD

Aus sprachlicher Sicht ist "Respektrente" die Neubildung eines "Hochwertwortes" in der politischen Debatte, erklärte die GfdS am Freitag in Wiesbaden. Das Wort habe das Jahr in besonderer Weise charakterisiert, begründete die Jury ihre Entscheidung.

"Rollerchaos" und "Fridays for Future" auf den Rängen

Auf Platz zwei der Rangliste der Wörter des Jahres landete "Rollerchaos". Ein Begriff, der die Probleme mit E-Scootern nach deren Zulassung im Sommer beschreibt.

"Fridays for Future" folgt auf Platz drei der Wort-des-Jahres-Liste.

Wortneuschöpfungen für Deutsch charakteristisch

Der Begriff "Respektrente" hat die Sprachforscher aus Wiesbaden vor allem deshalb fasziniert, weil er die besondere Fähigkeit der deutschen Sprache aufzeige, neue Wörter zu schaffen. Als sogenanntes "Hochwertwort" diene der Begriff auch dazu, Botschaften positiv aufzuladen.

Das heißt mit Blick auf Minister Heil: Er hat den Begriff der Respektrente dazu genutzt, für das Projekt seiner Partei zu werben.

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Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will die Grundrente für Geringverdiener. Wer 35 Jahre oder länger gearbeitet, gepflegt oder erzogen hat, soll eine auskömmliche Mindestrente erhalten. Doch kaum ausgesprochen, hagelt es Kritik von allen Seiten.