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Regisseur von "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" ist tot | BR24

© picture alliance/Libor Zavoral/CTK/dpa

Regisseur Vaclav Vorlicek im Jahr 2011 in Schloss Moritzburg.

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    Regisseur von "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" ist tot

    Im Alter von 88 Jahren ist Vaclav Vorlicek an Krebs gestorben. Mit "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" hatte er einen TV-Weihnachtsklassiker geschaffen. Dabei spielt die Buchvorlage eigentlich im Sommer.

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    Der Regisseur des TV-Weihnachtsklassikers "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", Vaclav Vorlicek, ist tot. Der Tscheche sei am Dienstag im Alter von 88 Jahren in Prag nach einer Krebserkrankung gestorben, berichtete die Agentur CTK am Mittwoch unter Berufung auf Kollegen des Filmemachers. Vorlicek galt als einer der Wegbereiter des tschechoslowakischen Märchenfilms.

    Über seinen erfolgreichsten Film mit Pavel Travnicek und Libuse Safrankova in den Hauptrollen sagte Vorlicek einmal: "Entscheidend war die Idee, dass sich die Aschenbrödel-Geschichte im Winter abspielen sollte." In der Romanvorlage der tschechischen Schriftstellerin Božena Němcová spielt die Geschichte nämlich im Sommer. Der Film war eine Koproduktion zwischen ČSSR und DDR und wurde am 19. Dezember 1974 erstmals in den Kinos der BRD gezeigt. Er gehört heute für viele Deutsche zum festen Weihnachts-Ritual. Zum Klassiker wurde die Geschichte, die Grimms "Aschenputtel"-Märchen neu erzählt, auch weil sie mit Geschlechterklischees bricht. Die Hauptdarstellerin Aschenbrödel ist eine selbstbewusste und mutige Frau, die jagt, reitet und auf Bäume klettert.

    1960 drehte er seinen ersten Kinderfilm

    Auch viele weitere Märchenfilme wie "Der Prinz und der Abendstern" und "Wie man Dornröschen wachküßt" trugen Vorliceks Handschrift. In den 1980er Jahren drehte er dann Fantasy-Kinderserien wie "Die Märchenbraut" und "Der fliegende Ferdinand", die sowohl im west- als auch im ostdeutschen Fernsehen zu sehen waren. Für sein Lebenswerk wurde Vorlicek 2017 mit dem Kristallglobus des internationalen Filmfestivals in Karlsbad (Karlovy Vary) ausgezeichnet.

    Gleich nach dem Studium an der renommierten Filmhochschule FAMU hatte er seine Karriere in den Barrandov-Filmstudios begonnen und 1960 seinen ersten eigenen Kinderfilm gedreht. Viele weitere folgten. Zu seinem 88. Geburtstag im vorigen Juni wurde ein Kino auf Schloss Horsovsky Tyn (Bischofteinitz) in Westböhmen nach Vorlicek benannt.

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