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Regisseur Joseph Vilsmaier ist tot | BR24

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Joseph Vilsmaier ist tot. Mit Filmen wie "Herbstmilch", "Stalingrad" und "Nanga Parbat" avancierte er zu einem der wichtigsten Regisseure Bayerns. Ein Nachruf.

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Regisseur Joseph Vilsmaier ist tot

Seinen Durchbruch feierte Joseph Vilsmaier mit dem Heimatfilm "Herbstmilch", mit "Schlafes Bruder" sorgte er international für Aufsehen. Sechs Mal erhielt der Regisseur den Bayerischen Filmpreis. Jetzt ist Vilsmaier mit 81 Jahren gestorben.

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Trauer um Joseph Vilsmaier: Der Regisseur, der durch eine Vielzahl von Kinofilmen wie "Herbstmilch" oder "Comedian Harmonists" bekannt wurde, ist tot.

Vilsmaier starb am Dienstag im Alter von 81 Jahren friedlich in seinem Zuhause im Beisein seiner Töchter Janina, Theresa und Josefina, wie die Familie am Mittwoch in München mitteilen ließ. Er könne auf ein "glückliches Leben und ein außergewöhnliches Lebenswerk" zurückblicken.

Vilsmaiers großer Herzenswunsch: Abschluss des "Boandlkramers"

Die Töchter erklärten weiter, der große Herzenswunsch ihres Vaters sei in Erfüllung gegangen, noch vor seinem Tod die Regiearbeit an seinem letzten Kinofilm "Der Boandlkramer und die ewige Liebe" abzuschließen. "Wir vermissen unseren Vater und trauern gemeinsam mit unserer Familie und Freunden um einen ganz besonderen Menschen und einen großartigen Filmemacher", hieß es in der Erklärung der Töchter.

Durchbruch 1989 mit "Herbstmilch"

Vilsmaier hatte mit dem 1989 erschienenen Film "Herbstmilch", der Verfilmung der Autobiographie einer Bäuerin aus Niederbayern, den Durchbruch als Kinoregisseur gefeiert. In dem Film spielte die 2009 verstorbene Dana Vávrová die Hauptrolle, Vilsmaiers Frau. Aus der Ehe mit Vávrová entstammen die drei Töchter.

Weitere bekannte Kinofilme Vilsmaiers sind "Marlene", die Verfilmung des Lebens von Marlene Dietrich, "Comedian Harmonists" über die A-Capella-Gruppe und das mit dem Deutschen und Österreichischen Filmpreis ausgezeichnete "Schlafes Bruder". Dieser Film ging 1995 sogar ins Rennen um den Oscar.

Vilsmaier sechs Mal mit dem Bayerischen Filmpreis geehrt

Als Kamermann war der gebürtige Münchner unter anderem für den Tatort im Einsatz gewesen. Vilsmaier erhielt zahlreiche Auszeichnungen - darunter die Bayerische Verfassungsmedaille und sechs Mal den Bayerischen Filmpreis.

Als einer der ersten Prominenten reagierte Michael Bully Herbig auf den Tod von Joseph Vilsmaier und erinnerte auf Instagram an ihn. "Joseph, mein lieber Freund, ich werde Dich so sehr vermissen! Dein mitreißendes Lachen, Dein herrliches Schimpfen, Deine einzigartigen Geschichten, Deine schier endlose Energie, Deine Spitzbübigkeit, Dein großes Herz, einfach Alles!", schrieb Herbig bei Instagram neben einem Foto, das ihn mit Vilsmaier zeigt. "Dieser Abschied tut unglaublich weh, Dein Bully."

In Vilsmaiers letztem Film "Der Boandlkramer und die ewige Liebe" hatte Herbig neben Hape Kerkeling vor der Kamera gestanden. Der Film wird derzeit mit Beteiligung und in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk realisiert und soll am 5. November ins Kino kommen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder würdigte Vilsmaier als "großen Filmemacher" und "Ausnahmetalent". Der Freistaat Bayern werde Joseph Vilsmaier ein ehrendes Andenken bewahren, teilte Söder mit. Auch auf Twitter bekundete er seine Anteilnahme.

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Der Regisseur Joseph Vilsmaier ist tot. Er sei am Dienstag im Alter von 81 Jahren gestorben, teilte eine PR-Agentur am Morgen in München im Auftrag der Familie mit.