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Regensburg will alle Straßennamen auf NS-Verbindung untersuchen | BR24

© BR/Uli Scherr

Die Mackensenstraße im Regensbugrger Kasernenviertel, benannt nach einem preußischen Militärführer und Hitler-Anhänger.

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    Regensburg will alle Straßennamen auf NS-Verbindung untersuchen

    Welche Straßennamen in Regensburg sind historisch so vorbelastet, dass sie geändert, oder zumindest erläutert werden müssen? Jetzt sollen alle Straßennamen im Stadtgebiet auf Verbindungen zur NS-Zeit überprüft werden.

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    In Regensburg sollen sämtliche Straßenamen auf mögliche Verbindungen zur NS-Zeit untersucht werden. Über eine entsprechende Beschlussvorlage berät am Nachmittag (Mi., 08.07., 16.00 Uhr) der Bildungsausschuss des Stadtrats. Am Ende des Prozesses könnte die Umbenennung einzelner Straßen stehen, oder es sollen Hinweistafeln mit Informationen zu belasteten Straßennamen angebracht werden.

    Umstrittene Straßennamen

    In Regensburg ist beispielsweise eine Straße nach dem preußischen Militärführer und Hitler-Anhänger August von Mackensen benannt. Wiederholt habe es Forderungen aus der Bevölkerung gegeben, diese Straße umzubenennen, heißt es bei der Stadt.

    Der Stadtrat hat bereits im vergangenen Jahr ein Konzept für eine neue Gedenk- und Erinnerungskultur verabschiedet. Darin ist auch die Überprüfung aller Straßennamen empfohlen worden.

    In Regensburg gibt es etwas mehr als 2.100 Straßen und Plätze. Für die Untersuchung der Namen will sich die Stadtverwaltung der Beschlussvorlage zufolge Hilfe bei Wissenschaftlern der Universität Regensburg und der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) holen.

    Seidl, Engert und Herrmann getilgt

    In den vergangenen Jahren sind in Regensburg schon wiederholt Straßen und Schulen umbenannt worden, weil die Namenspatrone dem Nazi-Regime nahestanden. Betroffen waren zum Beispiel der Schriftsteller Florian Seidl, der Theologe und Gründervater der Universität Regensburg, Josef Engert, und der frühere Regensburger Bürgermeister Hans Herrmann.

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