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Darum ist der Regenbogen ein Symbol der Lesben und Schwulen | BR24

© picture alliance/ZUMA Press

Mann in einem Regenbogenanzug auf der Athen Pride Parade 2019.

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Darum ist der Regenbogen ein Symbol der Lesben und Schwulen

Christen sehen in dem Regenbogen den Bund Gottes mit den Menschen, er gilt als Brücke zwischen Himmel und Erde, ist Symbol für den Frieden – und auch für die Lesben- und Schwulen-Bewegung. Wie wurde er zum Markenzeichen der LGBT-Gemeinschaft?

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Der Regenbogen ist ein buntes Geschenk des Himmels. Seit Urzeiten gibt der Mensch Farben Bedeutung. Farbe wirkt physiologisch und psychologisch: So wird zum Beispiel der Blutdruck durch Farben beeinflusst. Gedanken, Gefühle und Stimmungen werden durch Farben stimuliert: Im Volksmund ist die Hoffnung grün, der Neid gelb, die Liebe rot. Am Himmel erscheint dann plötzlich alles wie im Überfluss nebeneinander.

Gilbert Baker erschuf 1978 die schwul-lesbische Regenbogen-Fahne

Während in feudalen Zeiten den Königen und Königinnen die Farbenpracht vorbehalten war und das Volk mausgrau blieb, ist der Regenbogen demokratisch – er leuchtet für jeden und weckt die innere Buntheit und Vielfalt der Emotionen. Vielleicht war dies ein Grund, dass der Designer Gilbert Baker 1978 die Regenbogen-Fahne für den Gay Freedom Day in San Francisco schuf, der Vorbild für die späteren Gay Prides in der ganzen Welt wurde.

Regenbogen-Fahne ursprünglich mit acht Farben

Die einzelnen Farben symbolisieren verschiedene Themenbereiche: Rot (Leben), Orange (Heilung), Gelb (Sonnenlicht), Grün (Natur), Blau (Harmonie) und Violett (Geist). Ursprünglich bestand Bakers Version sogar aus acht Farbstreifen, nämlich zusätzlich aus den Streifen Pink (Sexualität) und Türkis (Kunst). Das von Baker selbst entworfene Pink ließ sich allerdings nicht industriell herstellen und musste deshalb entfallen. Damit die Symmetrie gewahrt blieb, wurde kurzerhand auch das Türkis gestrichen.

Regenbogen ist übrigens nicht gleich Regenbogen. Die Fahne der Lesben, Schwulen, Bisexuellen und transgeschlechtlichen Menschen erkennt man daran, dass sich das Rot oben befindet und das Violett unten. Andersherum verhält es sich bei der 1961 in Italien entstandenen Pace-Fahne der Friedensbewegung – die zudem einen siebten Streifen in Hellblau hat.

Das Café Regenbogen in München

Der Regenbogen ist Sinnbild einer Gesellschaft, in der jeder nach seiner eigenen Farbe leben kann. Im Münchner Café Regenbogen sind deshalb alle willkommen: Ganz egal, ob schwul, lesbisch, transgender, inter- oder heterosexuell.

© BR

Der Regenbogen: Sinnbild einer Gesellschaft, in der jeder nach seiner eigenen Farbe leben kann. Im Münchner Café Regenbogen ist deshalb jeder willkommen: Ganz egal, ob schwul, lesbisch, transgender, inter- oder heterosexuell.