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Pilgern in Bayern: Tipps fürs Pfingstwochenende | BR24

© dpa/picture alliance

Wanderschuhe an einem Gartenstuhl

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    Pilgern in Bayern: Tipps fürs Pfingstwochenende

    Der geplante Pfingsturlaub im Ausland fällt in diesem Jahr aus, Ferienlager sind abgesagt. Eine Gelegenheit, um bayerischen Pilgerorten einen Besuch abzustatten.

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    Der Marienwallfahrtsort Altötting sieht im Marienmonat Mai 2020 ganz anders aus als sonst: Wo sich normalerweise tausende Pilger tummeln, herrscht Leere. Berggottesdienste finden aktuell nur unter Auflagen statt, wie der Tourismusseelsorger der evangelischen Landeskirche, Thomas Rossmerkel, erklärt. Was das Pilgern angehe, sei die Lage noch unklar. Zwar seien Naturführungen ab 30. Mai erlaubt, die Staatskanzlei habe sich aber noch nicht zu den genauen Bedingungen geäußert. Bleibt also das Pilgern allein oder im engsten Kreis.

    Franziskus-Pilgerweg entlang römischer Pilgerrouten

    Der Franziskus Pilgerweg von Eschenlohe bis zum Franziskanerkloster Sankt Anton in Garmisch-Partenkirchen etwa beginnt oberhalb von Eschenlohe am Fuß des Estergebirges mit einem großartigen Blick auf Waxenstein und Zugspitze. Davor erstreckt sich ein riesiges Moorgebiet. Der Weg, konzipiert vom Kreisbildungswerk Garmisch-Partenkirchen, führt entlang uralter Routen wie der Via Romea, über die Pilger schon im Mittelalter bis nach Rom gingen. "Dieser kleine Franziskusweg, der jetzt hier durch das Loisachtal führt ist, wenn er auch nicht Teil des großen Franziskusweges ist, der in Italien die wichtigen Stationen des Franz von Assisi miteinander verbindet, kann er natürlich trotzdem einladen, sich auf die Spuren des Franz von Assisi zu begeben", sagt Benjamin Schwarz.

    Er ist Biologe und Theologe. Für das Kreisbildungswerk Garmisch-Partenkirchen hat er einen Führer zu vier verschiedenen Pilgerwegen im Landkreis konzipiert. Der Franziskusweg durchs Loisachtal ist einer davon. Verschiedene Stationen entlang der Wanderstrecke informieren über Natur und Artenvielfalt am Wegesrand. Abrufbar sind die Infos auch über eine dazugehörige App. Und spirituellen Proviant gibt es auch: "Beim Franziskuspilgerweg besteht dieser spirituelle Proviant aus Zitaten des Heiligen Franz von Assisi, der Patron ist eben auch für die Schöpfungsverantwortung."

    Maria Schnee im Bistum Augsburg

    Das Bistum Augsburg präsentiert als Insidertipp einen Ausflug zur Wallfahrtskirche Maria Schnee in Markt Rettenbach an der alten Straße nach Ottobeuren. Die dortige Basilika zählt zu den schönsten Basiliken Süddeutschlands.

    Gottes Schneckenhaus steht im Bistum Eichstätt

    Orte und Gläubige verbinden - das soll der ökumenische Pilgerweg zwischen Eichstätt und Heidenheim. Ein besonderes "Highlight" auf diesem Weg ist die St.-Gunthildis-Kapelle bei Suffersheim. Sie wurde vor 25 Jahren von freiwilligen Helfern errichtet und wird im Bistum Eichstätt auch liebevoll das Schneckenhaus Gottes genannt.

    Auferstehungsweg in Irmelshausen

    Der Auferstehungsweg - ein Rundweg - im unterfränkischen Irmelshausen verbindet Bewegung und Sport. Los geht es zu den insgesamt 13 Stationen auf acht Kilometern am Ortsausgang.

    Franziskusweg in der Rhön

    Empfehlenswert ist auch der Franziskusweg an der Thüringer Hütte in der Rhön - ein meditativer Weg zum Sonnengesang des Heiligen Franziskus. Er beginnt und endet unterhalb des Jugendhauses, direkt neben dem Parkplatz. Dort befindet sich auch eine weitgehend offen gestaltete Kapelle mit einem Andachtsraum, die zur Besinnung einlädt.

    Fränkischer Marienweg – neue Pilgerroute

    Die geplante Einweihung dieses neuen gesamtfränkischen Marienwegs im März musste wegen Corona ausfallen. Die bisher 900 Kilometer lange unterfränkische Route wurde um 1.100 Kilometer quer durch Mittel- und Oberfranken erweitert. Der Fränkische Marienweg verbindet nun 90 Wallfahrtsorte in ganz Franken und die Wanderregionen Spessart, Rhön, Haßberge, Steigerwald, Frankenwald, Fränkische Alb und Fränkische Schweiz. Er ist damit der längste Pilger-Wanderweg Deutschlands. Auch wenn er noch nicht offiziell eingeweiht werden konnte, er ist fertig, gut markiert und so auch schon jetzt für einzelne Pilger - auch im Rahmen von Tagestouren - zugänglich.

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