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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Andrew Medichini

Papst Franziskus ruft die Menschen auf, sich gegen Corona impfen zu lassen. Das sei ein Akt der sozialen und politischen "Liebe".

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Papst ruft zu Corona-Impfung auf - "Ein Akt der Liebe"

Papst Franziskus hat zur Impfung gegen das Covid-19-Virus aufgerufen. Es sei ein Akt der Liebe, "für sich, für seine Familie und Freunde, sowie für alle Völker". In den USA kämpft der an Corona erkrankte mächtige Kardinal Burke derweil um sein Leben.

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Martin JardeMartin Jarde

Es sei eine einfache, aber tiefgreifende Weise, sich für das Gemeinwohl einzusetzen und für sich und andere zu sorgen, vor allem für die besonders Verletzlichen. Mit diesen Worten wirbt Papst Franziskus für die Impfung gegen Covid-19. Sich mit den zugelassenen Impfstoffen impfen zu lassen, sei ein Akt der Liebe, "für sich, für seine Familie und Freunde, sowie für alle Völker", sagte das Kirchenoberhaupt in einer am Mittwoch veröffentlichten Videobotschaft.

Papst: Impfstoffe gäben Hoffnung auf Ende der Pandemie

Die entwickelten Impfstoffe gäben zudem Grund zur Hoffnung auf ein Ende der Pandemie, aber nur, wenn sie für jeden verfügbar seien und alle zusammenarbeiteten, ergänzte der 84-Jährige, der selbst seit Jahresbeginn vollständig geimpft ist.

Die Videobotschaft des Papstes ist Teil einer weltweiten Impfkampagne der US-amerikanischen Organisation Ad Council mit dem Titel "It's up to you" ("Es liegt an dir").

Einflussreicher Kardinal Burke schwer an Corona erkrankt

Am Wochenende war zudem bekannt geworden, dass der einflussreiche US-Kardinal Raymond Burke (73) an Corona erkrankt sei und im Krankenhaus beatmet werden müsse. Der Zustand des früheren Präsidenten des Obersten Gerichtshofs des Vatikan sei "ernst, aber stabil". Er werde "exzellent medizinisch und sakramental" betreut. Beides teilten Mitarbeiter am Mittwoch über seinen Twitter-Account mit und baten erneut, für den Kardinal zu beten.

US-Kirchenmann gilt als Impfskeptiker

Der Kardinal gilt als dezidierter Kritiker einer restriktiven Corona-Politik und Impfskeptiker. Eine allgemeine Impfpflicht lehnt er ab. "Es muss klar sein, dass die Impfung den Bürgern nicht auf totalitäre Weise aufgezwungen werden kann", sagte er etwa bei einer Diskussionsveranstaltung vor rund einem Jahr in Rom. Wiederholt sprach Burke sich zudem gegen Gottesdienstverbote zur Eindämmung der Pandemie aus und kritisierte Tendenzen, Gebet, Andacht und Messen mit "gewöhnlichen Freizeitaktivitäten wie Kino oder Fußball" gleichzusetzen.

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