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Papst bleibt erst im Lift stecken dann ernennt er neue Kardinäle | BR24

© picture-alliance/dpa/Giuseppe Ciccia

Papst Franziskus kam zu spät und überraschte dann mit einer Nachricht.

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    Papst bleibt erst im Lift stecken dann ernennt er neue Kardinäle

    Papst Franziskus kam zu spät zum traditionellen Angelusgebet mit Gläubigen auf dem Petersplatz. Der Grund: Das katholische Kirchenoberhaupt blieb auf dem Weg zum Mittagsgebet im Vatikan im Aufzug stecken und musste auf die Feuerwehr warten.

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    Fast eine halbe Stunde musste Papst Franziskus am Sonntag im Vatikan in einem feststeckenden Aufzug ausharren, bis die Feuerwehr den 82-Jährigen befreite. Der Lift war wegen eines Spannungsabfalls stehengeblieben. Das katholische Kirchenoberhaupt nahm es mit Humor und entschuldigte sich anschließend beim traditionellen Angelusgebet auf dem Petersplatz bei den anwesenden Gläubigen für seine Verspätung.

    Für Überraschung sorgte Franziskus dann allerdings mit einer weiteren Nachricht: Beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz verkündete das katholische Kirchenoberhaupt die Namen von 13 Geistlichen, denen Franziskus die Kardinalswürde verleihen will. Unter den Kandidaten, zum Beispiel der Luxemburger Erzbischof Jean-Claude Hollerich, der seit 2018 Präsident der EU-Bischofskommission, COMECE, mit Sitz in Brüssel ist. Der Jesuit folgte als COMECE-Chef auf den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, den Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx.

    13 neue Kardinäle, zehn von ihnen wählen den nächsten Papst

    Auch der kanadische Jesuit Michael Czerny, Leiter der Sektion für Flüchtlings- und Migrationsfragen in der vatikanischen Entwicklungsbehörde, gehört zu den Kardinalsanwärtern. Czerny war Gründer und lange Jahre auch Leiter des Zentrums für Glaube und Soziale Gerechtigkeit in Toronto. Im Dialog mit europäischen Politikern setzt sich der Jesuit, der selbst als Flüchtling 1948 mit seiner Familie aus der Tschechoslowakei nach Kanada floh, für eine menschenwürdige Migrationspolitik ein.

    Die Ernennung könnte den künftigen Kurs der katholischen Kirche durchaus beeinflussen, denn von den Nominierten sind zehn jünger als 80 Jahre und dürfen somit an einer möglichen Wahl des nächsten katholischen Kirchenoberhaupts teilnehmen. Die Kardinalserhebung findet laut Franziskus am 5. Oktober im Vatikan statt. Am selben Tag wird auch die Bischofssynode für das Amazonasgebiet eröffnet. Diese gilt allgemein als überaus wichtig für den Kurs der katholischen Kirche, weil bei der Amazonassynode auch Grundsatzentscheidungen über das Priesteramt und den Zölibat fallen könnten.