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Opernregisseur Harry Kupfer gestorben | BR24

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Der legendäre Regisseur Harry Kupfer ist tot. Der Berliner und langjährige Chef der Komischen Oper Berlin starb am Montag nach längerer Krankheit im Alter von 84 Jahren in seiner Heimatstadt, wie sein Management Arsis am Dienstag in Wien mitteilte.

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Opernregisseur Harry Kupfer gestorben

Harry Kupfer, einer der erfolgreichsten Opernregisseure Deutschlands, ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Er hatte mit seinen Inszenierungen unter anderem bei den Richard-Wagner-Festspielen in Bayreuth große Erfolge.

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Der legendäre Regisseur Harry Kupfer ist tot. Der Berliner und langjährige Chef der Komischen Oper Berlin starb am Montag nach längerer Krankheit im Alter von 84 Jahren in seiner Heimatstadt, wie sein Management mitteilte.

Kupfer wurde 1935 in Berlin geboren - sein Regiedebüt gab er mit 23 Jahren in Halle. 21 Jahre lang war er Chef-Regisseur an der Komischen Oper in Berlin. Dort kam auch seine letzte Inszenierung zur Aufführung, "Poros" von Georg Friedrich Händel im Frühjahr 2019.

Kupfer bei den Bayreuther Festspielen gefeiert

Große Erfolge feierte Kupfer auch bei den Bayreuther Festspielen, wo er 1978 Wagners "Fliegenden Holländer" auf die Bühne brachte. Ende der 80er Jahre produzierte er dort zusammen mit Daniel Barenboim den "Ring des Nibelungen". Mit Barenboim gestaltete Kupfer ab 1992 auch den Zyklus sämtlicher Werke von Richard Wagner an der Berliner Staatsoper.

Kupfer inszenierte über 175 Werke

Der vielfach ausgezeichnete Regisseur inszenierte über 175 Werke und arbeitete mit zahlreichen bedeutenden Dirigenten zusammen, neben Barenboim etwa Claudio Abbado, Herbert Blomstedt, Simone Young und Zubin Mehta. Er wolle auf der Bühne Menschen mit ihren Konflikten, Problemen und Widersprüchen zeigen, sagte Kupfer einmal. In den vergangenen Jahren arbeitete Harry Kupfer unter anderem in Dresden, Sydney, Barcelona und Shanghai.