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Nürnberger Staatstheater mit Theaterfilm "Isola" auf Youtube | BR24

© Staatstheater Nürnberg/Konrad Fersterer

Das Nürnberger Staatstheater feiert am Freitag die Premiere von "Isola", einer Inszenierung von Jan Philipp Gloger, als Theaterfilm auf Youtube.

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    Nürnberger Staatstheater mit Theaterfilm "Isola" auf Youtube

    Die Corona-Pandemie verlangt von den Theatern neue Konzepte, neue Ideen und neue Ausspielwege. So bringt das Nürnberger Staatstheater am Freitag die Premiere von "Isola", einer Inszenierung von Jan Philipp Gloger, als Theaterfilm auf Youtube.

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    Von
    • Anja Bühling

    Am Freitag (26.02.21) kommt das Nürnberger Staatstheater via Youtube zu seinen Theaterbesuchern nach Hause: Dann feiert der Theaterfilm "Isola" auf dem Youtube-Kanal des Staatstheaters seine Online-Uraufführung.

    Vereinsamung und die Folgen für die Gesellschaft

    Das Stück greift die Themen der Zeit auf: die Vereinsamung und Isolation der Menschen im Lockdown der Pandemie. Geschrieben hat es der Hausautor des Staatstheaters Philipp Löhle. Schon der Titel "Isola" weist auf die Thematik hin. Es geht um die Folgen der Vereinsamung für unser Zusammenleben, für unsere Gesellschaft. Allerdings lässt Löhle seine Schauspielerinnen und Schauspieler nicht in der Gegenwart agieren. Vielmehr versetzt er die Szenerie in die Zeit des Biedermeier – die für den Rückzug der Menschen in ihr Privates steht.

    Und so geht es in das Jahr 1838. "Auf der Burg des Grafen Friedrich Wilhelm von Munk feiert man ausgelassen, als plötzlich einer der Gäste tot umfällt. Die Angst geht um, und während sich die Gesellschaft in den Ballsaal einschließt, fordert das Unbekannte draußen weitere Opfer", heißt es in der Beschreibung des Theaterfilms. Inspiriert von Schauerromantik und Horrorfilmen skizziere er eine übersatte Gesellschaft die am Rand des Abgrunds tanze, teilte das Theater am Dienstag (23.02.21) mit.

    Statt Theaterpremiere Theaterfilm online

    Eigentlich sollte das Stück schon im Dezember im Theater seine Premiere feiern, was wegen des Lockdowns aber nicht möglich war. So gab es auch eine Generalprobe, aber eben keine Premiere und schon gar nicht mit Publikum. Deshalb entschied sich Schauspieldirektor Jan Philipp Gloger "Isola" in einer eigenen Filmfassung zu inszenieren, die aber nicht wie ein gefilmtes Bühnenstück wirken sollte und eine spätere Vorstellung im Staatstheater auch nicht ersetzen soll.

    Video-Künstler Sami Bill eröffnet neue Perspektiven

    Video-Künstler Sami Bill konnte sich dafür frei zwischen den Schauspielerinnen und Schauspielern bewegen. "Dadurch konnten sie reduzierter und filmischer spielen und die Zuschauerinnen und Zuschauer sehen nicht die ganze Zeit eine Totale", sagte Autor Löhle. Auch Filmtricks und Effekte kommen zum Einsatz. So entstand sozusagen ein weiteres Werk, eben ein Theaterfilm.

    Wie im Theater: Mit Einführung und Nachgespräch – dieses Mal online

    Geplant ist insgesamt ein abendfüllendes Programm: Mit 100 Minuten kommt "Isola" auf die Länge eines Spielfilms. Vorher wird es ähnlich wie im Theater eine Online-Einführung geben. Im Anschluss des Stücks soll sich das Publikum bei einem Online-Nachgespräch per Chat und E-Mail einbringen können. Karten und mehr Informationen finden sich auf der Webseite des Staatstheaters. Beginn der Online-Premiere ist am Freitag, um 19.30 Uhr.

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