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Nürnberger Projekt gegen Antiziganismus gewinnt Jugendpreis | BR24

© picture-alliance/dpa

Das Projekt "Gemeinsam gegen Antiziganismus" des bayerischen Landesverbands Deutscher Sinti und Roma bekommt den Mosaik-Jugendpreis.

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    Nürnberger Projekt gegen Antiziganismus gewinnt Jugendpreis

    Das Nürnberger Projekt "Gemeinsam gegen Antiziganismus" erhält den mit 5.000 Euro dotierten Mosaik Jugendpreis. Das Projekt sensibilisiert Jugendliche für Vorurteile gegenüber Sinti und Roma.

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    Der mit 5.000 Euro dotierte erste Preis des Wettbewerbs Mosaik geht an das Nürnberger Projekt "Gemeinsam gegen Antiziganismus" des bayerischen Landesverbands Deutscher Sinti und Roma. Das Projekt sensibilisiere Jugendliche für diese "weitgehend unberücksichtigte Form des Rassismus" begründete die Jury die Wahl. Im Rahmen des Projekts werden die Teilnehmer vor allem über antiziganistischer Vorurteile aufgeklärt. Zudem vermitteln junge Sinti und Roma Wissen über die Geschichte und Gegenwart ihrer Volksgruppen in Deutschland.

    Theaterprojekt gegen Homophobie

    Den zweiten Preis und ein Preisgeld von 3.000 Euro erhält das Münchner Theaterprojekt "Queer's up". Gegründet haben es neun Jugendliche aus Afghanistan, Bulgarien, Ägypten, Spanien, Polen, Libyen und Syrien. Auf der Vorlage von "Romeo und Julia" entwickelten sie das eigene Stück "Ramiz und Julietta", das bewusst mit kulturellen Klischees spielt. Die Jury würdigte, dass sich die Gruppe gegen die Feindlichkeit gegenüber homosexuellen, intersexuellen und Transgender-Menschen wende.

    Flüchtlinge haben mehr Erfahrung

    Der mit 1.000 Euro dotierte dritte Preis (1.000 Euro) geht an das "Planspiel Asyl" in München. 30 Jugendliche der Berufsschule zur Berufsintegration und des Adolf-Weber-Gymnasiums haben hier deutlich gemacht, dass geflüchtete Schüler eine biografische Erfahrung haben, die Lehrer und andere Schüler nicht haben, teilte die Jury mit. Dies stärke ihr Selbstbewusstsein und ihre Selbstbehauptung. Das Planspiel kann von Schulklassen und Jugendgruppen gebucht werden.

    Preis zum Gedenken an NSU-Opfer

    Das Menschenrechtsbüro in Nürnberg hat am Freitag (01.02.19) die Gewinner der Preise verkündet, der im Gedenken an die bayerischen Opfer der rechtsextremen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) von den Städten München und Nürnberg vergeben wird. Die Auszeichnung wird am 21. März, dem "Internationalen Tag gegen Rassismus", in Nürnberg verliehen.