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Wolfgang Niedecken, BAP-Frontmann

Für Wolfgang Niedecken, den Sänger und Gründer von BAP, geht der Kampf gegen Rechtsextremismus jeden in Deutschland etwas an. Im Interview mit der Bayern 2 "radioWelt" betonte er: "Ich glaube, wir haben alle eine Verantwortung. Egal, was wir tun, wo wir beruflich unterwegs sind. Das geht vom Schlagersänger bis zum Schuster. Wir müssen alle zusammenstehen gegen Rechts."

Solidaritätskonzerte seien wichtig

Der BAP-Sänger begrüßte das Engagement der Musiker, die als Zeichen gegen Rechtsextremismus Konzerte geben. Solidaritätskonzerte wie das am Montag in Chemnitz führen laut Niedecken dazu, dass man das Feld nicht kampflos den Rechten überlässt.

"Ein Kampf mit friedlichen Mitteln ist etwas Wunderbares.“ Wolfgang Niedecken

Der Sänger begrüßte auch, dass sich weitere Künstler wie Helene Fischer nun mit den 65.000 Besuchern des Konzerts solidarisieren: Es sei "allerhöchste Zeit, dass Helene Fischer mit all ihrer Popularität, die sie in die Waagschale legen kann, das gemacht hat.“

Niedecken warnt vor Verharmlosung

Niedecken warnte mit Blick auf die Ausschreitungen in Chemnitz davor, die Ereignisse zu verharmlosen.: "Die Weimarer Republik hat gezeigt, an der Stelle, wo man die Nazis nicht für voll genommen hat, dass sie irgendwann durch waren. Gerade in München sind da schlimme Sachen gelaufen. Also bitte nicht verharmlosen."

Autoren

Marlene Mengue
Uwe Pagels

Sendung

radioWelt vom 06.09.2018 - 04:05 Uhr