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© Shade Dagges / Prestel Verlag
Bildrechte: Shade Dagges / Prestel Verlag

Die Privatbibliothek des brasilianischen Künstlers Vik Muniz in Brooklyn, New York.

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Neuer Bildband: Die schönsten Privat-Bibliotheken

Der Bildband "Biblio-Stil" erzählt vom Leben mit Büchern. Schriftsteller und Künstler zeigen ihre privaten Bibliotheken und teilen ihre Gedanken und Eigenheiten zu einem Objekt, das für manchen die Welt bedeutet.

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Von
  • Julian Ignatowitsch

Schriftsteller Karl Ove Knausgård glaubt, dass sie etwas über den Charakter ihrer Besitzer aussagen; Illustrator Art Spiegelman hat oft das Gefühl, in ihnen zu ertrinken; und für Designer Philip Lim sind sie manchmal nicht mehr als Dekoration: Bücher. Wir sehen sie auf jeder Seite des liebevoll und hochwertig gestalteten Bildbandes "Biblio-Stil". Auf fast 300 Seiten stehen sie meist meterhoch in Regalen, liegen aber auch einmal kunstvoll arrangiert vor dem Kamin, wie bei der Autorin Kathleen Hackett, oder einfach nur chaotisch auf dem Fußboden neben ausgedrückten Zigarettenkippen und leeren Weinflaschen, wie bei Knausgård.

Hommage an das Buch und die Bibliothek

Der Bildband ist eine Hommage an das Buch und dessen Ort, die Bibliothek. 32 Autoren und Künstler geben Einblick in ihre privaten Räume, die übervölkert sind von Büchern. "Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele", sagte der antike Philosoph und Politiker Cicero. Insofern finden wir in dem Buch beseelte Orte des Wissens und der Alltagsflucht.

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Säuberlich sortiert ist die Bibliothek des amerikanischen Autors Larry McMurtry auf seiner texanischen Farm.

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Das chaotische Gegenteil mit Zigarettenkippen und leeren Weinflaschen bei Karl Ove Knausgård.

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Ganz in Weiß und im Schlafzimmer hat Illustratorin und Autorin Joana Avillez aus New York ihre Bibliothek.

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Ganz in Blau dagegen hält es Jordana Munk Martin, die ihre Sammlung von tausenden Büchern über Textilkunst von ihrer Großmutter Edith Wyle erbte.

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Alles grün beim Autor und Klimaaktivist Jonathan Safran Foer, dessen Bücher "Tiere essen" und "Wir sind das Klima!" Welt-Bestseller sind.

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Die Künstlerin Fernanda Fragateiro verwendet Bücher in ihren Skulpturen und Installationen und macht es sich zu Hause gerne im Klappstuhl bequem.

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Lesen in der Küche: "Essen und Worte" gehören für die Wissenschaftlerin und Lyrikerin Caroline Randall Williams zusammen.

Verschiedene Büchertypen

Innendesignerin Nina Freudenberger, die das Buch zusammengestellt hat, teilt die Porträtierten und ihre Bibliotheken in verschiedene Kategorien ein: Da sind die "Sentimentalen", die ihre Bücher romantisieren, die "Arrangeure", die genau wissen, wo ein Buch zu stehen hat, und die "Sammler", die systematisieren und katalogisieren. Der italienische Verleger Franco Maria Ricci hat gleich das ganzes Haus um seine pyramidenförmige Privatbibliothek gebaut. Und die Millionärs-Gattin Athena McAlpine legt ihre Bücher in den alten Gemäuern eines ehemaligen Klosters aus. Das Buch hat unzählige Hingucker und man kann sich auf jeder Seite in den Arrangements verlieren, nach Buchtiteln suchen, oder einfach nur die schicken Deko-Objekte bewundern. Natürlich ist das Buch bzw. die Bibliothek auch ein Statussymbol.

Kurioses und Geheimnisvolles

Neben den Porträts finden sich auch kurze Beschreibungen und Bebilderungen von kuriosen Bücherläden, wie zum Beispiel einem Outdoor-Bookshop in Kalifornien, geheimen Bibliotheken, wie die der Alpinisten in London, oder exotischen Berufungen, wie der einer Bücherschnüfflerin. Dieser Band zeigt aufs beste: Die Welt der Bücher ist vielfältig und aufregend – und man kann stundenlang in ihr stöbern.

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