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Nach Corona-Zwangspause: Comödie Fürth spielt wieder | BR24

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"Unkraut vergeht nicht". Der Titel passt in die aktuelle, turbulente Zeit, die auch die Comödie Fürth nun hinter sich lassen will. Mit der Neuinszenierung meldete sie das Theater aus der Corona-Pause zurück.

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Nach Corona-Zwangspause: Comödie Fürth spielt wieder

Erstmals nach der Corona-Zwangspause spielt die Comödie Fürth wieder in ihrem Theater. Den Auftakt machte die Premiere "Unkraut vergeht nicht" mit und von Volker Heissmann und Martin Rassau.

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Volker Heissmann von der Comödie Fürth ist erleichtert. Nach der Corona-Zwangspause können er und seine Mitspieler endlich wieder im Theater auftreten. "Es muss wieder Kultur geben, die Leute lechzen nach Unterhaltung", so Heissmann. Allerdings sind statt der üblichen 386 Theaterbesucher nur 150 zugelassen - natürlich mit Abstand. "Wir haben Maschinen hier, die vor und nach den Vorstellungen alles keim- und virenfrei machen", sagt Komödiant Martin Rassau.

"Unkraut vergeht nicht" spielt in einer Kleingartensiedlung

Das neue Stück "Unkraut vergeht nicht" ist eine turbulente Komödie über eine Kleingartensiedlung und deren Vorstände : Volker Heißmann und Martin Rassau im schnellen Kostümwechsel mal als biederer Kleingärtner mal als aufmüpfige Möhre. Mit einem herzhaft fränkisch ausgetragenen Machtkampf bekriegen sich Martin Rassau und Volker Heissmann in der Chefetage eines Kleingartenvereins. Beide wollen zum 1. Vorstand gewählt werden.

Damit nicht genug: Das Finanzamt setzt den Kleingärtnern zu und fordert eine kräftige Rückzahlung. Nun soll eine schlagerselige Revue helfen das Geld einzutreiben. Dabei schlüpfen die zänkischen Kleingärtner in zig Kostümen und geben Abba-Songs zum Besten.

Schauspieler wurden gemeinsam getestet

Geprobt wurde die Komödie noch im Mai mit Mundschutz. Nun stehen die sieben Schauspieler wieder auf der Bühne. Für Martin Rassau ist das Ensemble eine Art Lebensgemeinschaft: Gemeinsam haben sie sich testen lassen und verbringen die Zeit meist miteinander. Heissmann und Rassau laufen in dieser Produktion wieder auf Hochtouren. Beide hoffen, dass ihr Publikum ihnen auch in diesen schwierigen Zeiten treu bleibt.

"Überglücklich" wieder vor Publikum im Theater zu stehen

Immerhin ist die Comödie ein Wirtschaftsunternehmen mit 90 Leuten, deren Zukunft auf dem Spiel steht, so Heissmann. Ihm zufolge hilft der Comödie aber die Spielstättenförderung "über das zweite Halbjahr zu kommen". Zuvor hatte der Theaterdirektor auf Bayern 1 die Corona-Regelungen für Theater scharf kritisiert. Das Ensemble der Comödie ist nun überglücklich, wieder vor Publikum in ihrem Theater spielen zu können – auch wenn die Zeiten nicht einfach sind – dazu passt das Stück "Unkraut vergeht nicht" – zu sehen noch bis zum 10. Oktober.

Während Zwangspause zog Comödie ins Stadion

Während der Corona-Zwangspause erfand die Cömodie die Veranstaltungsreihe "Comödie Fürth goes Stadion", mit der die Theatermacher Heißmann und Rassau die schwierige Zeit überbrückt haben. Bei einer Zwischenbilanz zogen sie ein positives Fazit. Rund 4.000 Menschen besuchten bis Mitte August die Veranstaltungen im Fürther Ronhof.

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