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"Mutter Courage" eröffnet Bayerische Theatertage in Fürth | BR24

© picture-alliance/dpa

Stadttheater Fürth

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    "Mutter Courage" eröffnet Bayerische Theatertage in Fürth

    In Fürth beginnen heute die 36. Bayerischen Theatertage. In den kommenden 18 Tagen ist die Kleeblattstadt zum zweiten Mal seit 2007 Mittelpunkt der bayerischen Theaterwelt. Von Karin Goeckel

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    35 Theater aus dem ganzen Freistaat geben bis zum 23. Juni in rund 50 Inszenierungen einen Überblick über die Theaterkunst in Bayern. Eröffnet wird das Treffen heute Abend um 19.30 Uhr von Bertolt Brechts "Mutter Courage und ihren Kindern" im Stadttheater Fürth. Zentrum der Bayerischen Theatertage sind das Theatertage-Zelt, eine Art Gewächshaus, und ein temporärer Stadtgarten vor dem Stadttheater.

    Theater im Gerichtssal

    Zwischen Palmen, Gemüsehochbeeten und Gartenzwergen können Besucher und Theaterschaffende Theater, Lesungen und Musik genießen, aber auch ganz zwanglos zu Gesprächen zusammenkommen. Vom grünen Festivalzentrum aus "wuchert" das Theater buchstäblich in die Stadt hinaus. Theater findet während der Theatertage auch an ungewöhnlichen Orten statt, etwa in einem Gerichtssaal des Fürther Amtsgerichts, im Pavillon auf der Dr. Konrad-Adenaueranlage, an der Uferpromenade oder im Babylon-Kino.

    Mutig und übermütig

    Mit sogenannten "Walking Acts" ziehen Theater und Schauspieler durch die Stadt und nehmen ihr Publikum mit. Das Motto der 36. Bayerischen Theatertage lautet "über Mut". Viele der 35 teilnehmenden Bühnen haben sich von diesem Motto inspirieren lassen. "Ich bin sehr glücklich über diesen Spielplan, weil da doch etliche Stücke dabei sind, die sich explizit mit dem Thema mutig, wenn nicht gar übermütig beschäftigen", sagt Werner Müller, Intendant des Fürther Stadttheaters.

    So zeigen etwa die Kammerspiele Landshut Wolfgang Herrndorfs "Tschick", das Theater Ansbach ein Stück über das Mädchen Malala aus Pakistan, die jüngste Friedensnobelpreisträgerin aller Zeiten, und die Bayerische Staatsoper München ist mit "Moses", einem Musiktheaterprojekt mit jungen Geflüchteten und Münchnern mit und ohne Migrationshintergrund zu Gast.

    Theater für junge Menschen

    Ein Drittel der Inszenierungen bei den Theatertagen ist für Kinder und Jugendliche geeignet. So zeichnet "Dschihad - One Way" des Theaters Hof den Weg eines deutschen Jugendlichen nach, der zum Islam konvertiert und als Kämpfer in Syrien in den "Heiligen Krieg" zieht, das Nürnberger Papiertheater zeigt das Märchen "Hans im Glück".