BR24 Logo
BR24 Logo
Kultur

#Musikbleibt: Musiker spielen für Sie von zu Hause | BR24

© BR

Logo zum Festival #Musikbleibt

Per Mail sharen

    #Musikbleibt: Musiker spielen für Sie von zu Hause

    Im Zeichen der Corona-Pandemie veranstaltet BR-KLASSIK ein ganzes Festival live per Videostream. Ab 17:30 Uhr musizieren Jonas Kaufmann, Lang Lang, Golda Schultz und andere daheim und im Studio für Klassik-Fans in aller Welt.

    Per Mail sharen

    Normalerweise würde Jonas Kaufmann Anfang April in der Boston Symphony Hall auf der Bühne stehen. Aber auch für den Startenor hebt sich der Vorhang erstmal nicht so schnell. Dafür schaltet Jonas Kaufmann in seinem Zuhause in der Nähe von München seine Handykamera an: Aus seinem Wohnzimmer sendet er dann seine Musik ins Netz.

    Von Hoffnung singen

    Und noch weitere Promis sind Teil von #Musikbleibt, dem Musik-Festival von BR-KLASSIK. Neben Jonas Kaufmann ist der chinesische Pianist Lang Lang dabei, und auch die Sopranistin Golda Schultz wird sich zum Live-Stream zuschalten. Sie singt in ihrem Augsburger Home Office und hat sich ein ganz besonderes Programm ausgedacht: "Ich versuche Lieder von meiner Muttersprache, Afrikaans, zu singen. Eines meiner Lieblingslieder von einer Liedschreiberin, sie heißt Laurika Rauch. Das ist eigentlich ein Lied über Heimweh nach Südafrika – und auch wenn Sachen schlimm gehen, schaffen wir es, irgendwie durchzukommen." Hoffnung gebe es immer, sagt die Künstlerin und fügt hinzu: "Was ich gerne singen werde, sind Sachen über Hoffnung."

    © picture alliance/Eventpress

    Auch Startenor Jonas Kaufmann gibt ein Konzert aus dem eigenen Zuhause

    Verbindung mit dem Publikum

    Über 700 Kilometer weiter weg, in Lyon, startet dann ein junger Dirigent seinen Live-Stream: Lorenzo Viotti ist zu Hause gerade nicht nur sportlich sehr aktiv: für #Musikbleibt rückt er mit seiner musikalischen Familie auf dem Sofa zusammen – und singt A-cappella-Stücke.

    Besonders freischaffende Künstlerinnen und Künstler sind gerade von der Corona-Krise betroffen. Wie zum Beispiel die Cellistin Raphaela Gromes und ihr Duopartner Julian Riem. Sie sind nämlich wegen Konzertausfällen vorerst arbeitslos. Trotzdem spenden auch sie ihre Gage vom Festival an den Nothilfefonds der Deutschen Orchester-Stiftung, um andere Musiker-Kolleg*innen zu unterstützen.

    Auch mit Blick auf ihr Publikum ist Raphaela Gromes das Projekt #Musikbleibt besonders wichtig: "Es ist ja schon so, dass wir gerade auch darunter leiden, keine Aufgaben zu haben und so ein bisschen orientierungslos zu sein, wofür wir jetzt gerade üben und nicht zu wissen, wann wir das nächste Mal mit unserem Publikum direkt in Verbindung treten können wie bei unseren Auftritten. Und dass der BR uns eine Plattform bietet, auf der wir einfach musizieren können und da sein können für unser Publikum – das bedeutet uns sehr viel."

    © picture alliance/Eventpress

    Cellistin Raphaela Gromes

    Auch wenn die Livesituation nicht dieselbe ist wie im Konzertsaal: Raphaela Gromes und Julian Riem wollen in den sozialen Netzwerken Hoffnung machen. Wenn man seine Geräte anschalte, egal ob Handy oder Computer, gehe es nur um Corona, so Gromes. "Wir wollen die Möglichkeit geben, dass es auch etwas anderes gibt als diese Corona-Krise. Und wir wollen mit der Musik Hoffnung, Glück und Trost in die Welt bringen."

    #Musikbleibt, das Festival von BR-KLASSIK, beginnt am Sonntag, den 29. März, um 17:30 Uhr. BR Klassik präsentiert die Konzerte exklusiv auf br-klassik.de, in der BR Mediathek sowie auf den BR-KLASSIK-Channels bei Facebook und Youtube.

    Raphaela Gromes, Jonas Kaufmann und viele mehr werden hier nicht nur für sie musizieren, sondern auch von ihrer Situation in Zeiten von Corona berichten. Durch den Abend führt Sie dabei die BR-KLASSIK-Moderatorin Annekatrin Hentschel.

    Und wenn Sie wie die Musiker des Festivals freischaffende Künstlerinnen und Künstler in diesen Zeiten unterstützen wollen: Alle Informationen zum Nothilfefonds der Deutschen Orchester-Stiftung finden Sie auf br-klassik.de.