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Musikalischer Protest gegen den Corona-Lockdown für die Kultur | BR24

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Mit einem Konzert für nur einen Zuschauer hat der Performancekünstler Peter Kees gegen den Lockdown für die Kultur in der Corona-Krise protestiert. Die Aktion soll zwei Wochen lang jeden Abend in Ebersberg stattfinden.

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Musikalischer Protest gegen den Corona-Lockdown für die Kultur

Mit einem Konzert für nur einen Zuschauer hat der Performancekünstler Peter Kees gegen den Lockdown für die Kultur in der Corona-Krise protestiert. Die Aktion soll zwei Wochen lang jeden Abend in Ebersberg stattfinden.

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Wegen seines Unmuts über die geltenden Corona-Beschränkungen für Künstler hat der Konzeptkünstler Peter Kees ein Konzert für nur einen Zuschauer gegeben. Der Auftritt fand im oberbayerischen Ebersberg statt, Künstler und der Zuschauer saßen etwa zehn Meter voneinander entfernt.

"Ich mache das ja wirklich aus Protest, weil es geht mir darum, wie man mit der Kunst oder mit der Kultur und den Künsten umgeht, also dass die Künste so unter Unterhaltung subsumiert werden, zwischen Bordellen und Sauna-Landschaften, das finde ich eine absolute Missachtung, und das funktioniert auch überhaupt nicht so." Künstler Peter Kees

Musik und Videos

Bei der Performance werden im Raum einer Galerie Videos gezeigt. Die Aktion soll zwei Wochen lang gehen. "Ich habe fast ein bisschen mehr Lampenfieber, als wenn hier die Bude voll wäre", sagte der Künstler. Den Gedanken, "nur für einen Zuschauer etwas zu machen", habe er schon vor der Pandemiesituation reizvoll gefunden. Und immerhin habe sich ja auch der bayerische König Ludwig II. Opern von Richard Wagner aufführen lassen - nur für sich ganz alleine.

Mit Behörden abgestimmt

Mit den zuständigen Behörden ist das kritische Pop-Up-Kulturangebot des Ebersberger Kunstvereins abgestimmt, betonte Kees klar. "Ich habe hier mit dem Landratsamt gesprochen. Die waren am Anfang eher irritiert, weil sie nicht wussten: Was sollen wir denn jetzt tun?", erzählte er. "Also haben die mir am Ende gesagt, wir können es eigentlich nicht verbieten, aber auch nicht genehmigen. Also, es ist so, die haben es dann aber irgendwie durchgehen lassen." Der Eintritt ist frei.

Mit Material von Reuters

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