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Gloria von Thurn und Taxis
© picture alliance/Geisler-Fotopress

Autoren

Tobias Dörges
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Gloria von Thurn und Taxis

Das Museo del Barrio im New Yorker Stadtteil Harlem wollte Gloria von Thurn und Taxis bei einer Jubiläumsgala zu seinem 50-jährigen Bestehen als Kunst-Botschafterin ehren. Diesen Plan aber hat das Museum nach Kritik wieder verworfen und die Regensburgerin von der Liste der "Gala Honorees" gestrichen. Das berichtet die New York Times. "El Museo del Barrio" ist das älteste Museum für Kunst aus Lateinamerika und der Karibik in den USA.

Die Zeitung zitiert eine Erklärung, wonach man getrennte Wege gehen werde, weil "El Museo del Barrio" auf den Werten von Inklusion, Bürgerrechten und Diversität gründe.

Gloria von Thurn und Taxis wird von der Zeitung damit zitiert, dass sie enttäuscht sei. Sie beklagt den Mangel an Toleranz und wie tief die Gesellschaft gespalten sei.

"Meine konservativen religiösen Ansichten haben auf meine Aufgeschlossenheit für kulturelle Diversität und Inklusion keinerlei Auswirkungen." Gloria von Thurn & Taxis

Sie sei ihr gesamtes Leben lang mit Menschen unterschiedlichster politischer und religiöser Ansichten befreundet gewesen.

Unterstützer des Museums hatten der New York Times zufolge die geplante Ehrung für Gloria von Thurn und Taxis kritisiert. Sie riefen die Verbindungen der Regensburgerin zum früheren Trump-Strategen Stephen Bannon in Erinnerung. Auch von Thurn und Taxis' berühmte "Schnacksel"-Äußerung führten sie an, bei der sie Afrikaner beschuldigte, an der Verbreitung von AIDS selbst Schuld zu sein.