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Museum der Bayerischen Geschichte wird ein Jahr alt | BR24

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Bildrechte: picture alliance / DUMONT Bildarchiv

Vor einem Jahr ist das Museum der Bayerischen Geschichte eröffnet worden. Fast eine halbe Million Besucher waren seither da. Ein Erfolg – trotz der Corona-Zwangspause. Und obwohl es zu Beginn auch Kritik an dem Museum gegeben hat.

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Museum der Bayerischen Geschichte wird ein Jahr alt

Vor einem Jahr ist das Museum der Bayerischen Geschichte eröffnet worden. Fast eine halbe Million Besucher waren seither da. Ein Erfolg - trotz der Corona-Zwangspause. Im neuen Jahr wird es viele Veränderungen geben.

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Von
  • Uli Scherr

Das Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg hat im ersten Jahr seines Bestehens mehr Besucher angelockt, als die Königsschlösser von Ludwig II. – mit Ausnahme von Neuschwanstein. Bis zur Zwangspause wegen der Corona-Pandemie Mitte März kamen rund 460.000 Besucher in den Neubau am Regensburger Donaumarkt. Das Museum der Bayerischen Geschichte ist am Donnerstag vor einem Jahr eröffnet worden.

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Für Gründungsdirektor Richard Loibl sind die Besucherzahlen Beweis, dass das Museumskonzept aufgeht, und auch die Standortwahl richtig war: "Wir haben bewiesen, dass das Museum und Regensburg eine unschlagbare Kombination ist", sagt Loibl.

Dauerausstellung verändert sich

Seit knapp zwei Wochen hat das Museum wieder geöffnet, allerdings sind einige interaktive Spielstationen aus Hygienegründen derzeit abgebaut. Aber auch sonst erwarten die Besucher der Dauerausstellung einige Veränderungen. Viele der Exponate sind Leihgaben, einige gehen nun an ihre Eigentümer zurück und werden deswegen gegen neue Ausstellungsstücke getauscht.

Das betrifft zum Beispiel den Regenschirm von König Ludwig II., den dieser bei seinem letzten Spaziergang am Starnberger See dabei hatte. Dieses Ausstellungsstück wird verschwinden, dafür bekommen die Besucher künftig ein Stück des Ruderbootes zu sehen, mit dem der Leichnam des Königs aus dem See geborgen wurde.

Mehr Inhalte zu NS-Zeit und WAA

Erweitert werden aktuell die Ausstellungsbereiche, die sich der NS-Zeit in Bayern und dem Widerstand gegen die geplante Atomare Wiederaufarbeitungsanlage WAA in den 1980er-Jahren widmen. Für die Abteilung Sport ist ein neuer Film produziert worden, der den besten bayerischen Wintersportlern gewidmet ist.

Im Herbst eröffnet die Bavariathek

Zum neuen Schuljahr im kommenden September soll die an das Museum angeschlossene Bavariathek eröffnet werden - ein Lernort für Schulklassen, der unter anderem das historische Bildarchiv des Hauses der Bayerischen Geschichte beherbergt. Aktuell arbeitet das Museumsteam an einer neuen Sonderausstellung, die im Oktober eröffnet werden soll. Unter dem Titel "Tempo, Tempo" will die Schau die 1920er-Jahre in Bayern beleuchten.

💡 Museum der Bayerischen Geschichte

Das Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg wurde nach vierjähriger Bauzeit im Juni 2019 eröffnet. Eine bis heute nicht aufgeklärte Brandstiftung hatte die Fertigstellung um mehr als ein halbes Jahr verzögert. In dem vom Frankfurter Architektenbüro Wörner Traxler Richter geplanten Museum wird Bayerns Geschichte vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis heute präsentiert. Die Dauerausstellung mit mehr als 1.000 Exponaten erstreckt sich auf eine Fläche von rund zweieinhalb Tausend Quadratmeter.

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