Bagger an der Grenze: Die Arbeitskosten am Deutsch-Deutschen Museum in Mödlareuth haben sich erhöht.

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Mödlareuth: Ausbau des Museums wird sieben Millionen Euro teurer

Mödlareuth: Ausbau des Museums wird sieben Millionen Euro teurer

22 Millionen Euro anstelle 15 – so lautet die neue Kalkulation für den Ausbau des Deutsch-Deutschen Museums in Mödlareuth. Die Zuschüsse von Bund und Freistaat Bayern bleiben jedoch unverändert.

Die allgemeine Preissteigerung bei den Baukosten wirkt sich auch auf die geplante Erweiterung des bundesweit einzigartigen Deutsch-Deutschen Museums in Mödlareuth bei Hof aus. Statt den bisher geschätzten 15 Millionen Euro liegt die Kostenberechnung nun bei 22 Millionen Euro. Das erklärte Hofs Landrat Oliver Bär (CSU).

Zweckverband muss fürs Gros der Mehrkosten aufkommen

Die Kostensteigerung für den Umbau des Deutsch-Deutschen Museums wird vorrangig vom Museumszweckverband geschultert, dem der Landkreis Hof und der Vogtlandkreis angehören sowie die geteilte Gemeinde Mödlareuth in Bayern und Thüringen. Bund und Freistaat Bayern bleiben trotz der Kostensteigerung bei den vor Jahren zugesagten Zuschüssen von jeweils 5,6 Millionen Euro. Der Freistaat Thüringen beteiligt sich mit 800.000 Euro. Dagegen hat die Oberfrankenstiftung ihren Anteil auf 4,25 Millionen Euro erhöht.

Das Museum in Mödlareuth sei ein Projekt von national und internationaler Bedeutung, so die oberfränkische Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, die als Vorsitzende der Oberfrankenstiftung heute den Förderbescheid in Mödlareuth übergab.

"Hier spürt man noch die Geschichte der Teilung Deutschlands. Je mehr die Zeit voranschreitet, umso wichtiger ist es, einen Beitrag gegen das Vergessen und die Verharmlosung der SED-Diktatur zu leisten." Heidrun Piwernetz, Vorsitzende der Oberfrankenstiftung

Grenzmuseum in Mödlareuth soll spätestens 2025 fertig sein

In einem ersten Bauabschnitt werden derzeit die Außenanlagen erneuert, anschließend ist zudem ein neues Grenzmuseum geplant. Baubeginn dafür ist 2023, zum Jahreswechsel 2024/2025 hofft Landrat Bär mit der Fertigstellung. Aktuell wird bereits das Außengelände rund um die Überreste der ehemaligen Grenzmauer umgestaltet. Diese Arbeiten sollen bis Jahresende beendet sein.

Die Unterstützung durch die Oberfrankenstiftung sei aufgrund der effektiven Vermögensverwaltung möglich, so Piwernetz. Trotz gesunkener Zinsen habe man eine jährliche Rendite von rund 4,5 bis 4,7 Prozent. Die Stiftung sei vergangene Woche in Berlin als beste Stiftung deutschlandweit in Sachen Vermögungserwirtschaftung ausgezeichnet worden.

Das deutsch-deutsche Museum in Mödlareuth wird erweitert. Die Kosten steigen vermutlich um sieben Millionen Euro auf 22 Millionen Euro.

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