| BR24

 
 

Bild

Regisseur Bryan Singer
© dpa-Bildfunk/ Matt Sayles

Autoren

BR Kultur
© dpa-Bildfunk/ Matt Sayles

Regisseur Bryan Singer

"Bohemian Rhapsody"-Regisseur Bryan Singer ist in einem Magazinbeitrag der sexuellen Übergriffe auf Minderjährige beschuldigt worden. "The Atlantic" veröffentlichte am Mittwoch einen Bericht über vier mutmaßliche Opfer, die eigenen Angaben zufolge von Singer verführt und missbraucht wurden, als sie minderjährig waren. Die Fälle liegen bis zu 20 Jahre zurück. Drei der Männer wollten anonym bleiben. Der vierte, Victor Valdovinos, sagte, er sei als 13-Jähriger von Singer in der Toilette seiner Schule - dem Drehort von "Apt Pupil" - sexuell belästigt worden. "Einige der mutmaßlichen Opfer sagen, sie seien von dem Regisseur verführt worden, andere sprechen von Vergewaltigung", heißt es in dem Artikel.

Ähnliche Vorwürfe begleiten Singers Karriere seit Langem

Seit Jahren tauchen ähnliche Vorwürfe gegen Singer auf. Zuletzt erhob ein Mann im Dezember 2017 den Vorwurf, mit 17 Jahren von Singer vergewaltigt worden zu sein. Das Verfahren läuft zur Zeit noch.

In einer Stellungnahme wehrt sich Singer gegen die Vorwürfe. Darin spricht er von Menschen, "die bereit sind, für Geld und Aufmerksamkeit zu lügen". Der Beitrag in "The Atlantic" sei gezielt pünktlich zum Erfolg von "Bohemian Rhapsody" veröffentlicht worden. Der Film ist mit zwei Golden Globes ausgezeichnet worden und jetzt für fünf Oscars nominiert. Brayn Singer hat "Bohemian Rhapsody" nicht komplett fertig gestellt: Er war drei Wochen vor dem Ende des Drehs gefeuert und von Regisseur Dexter Fletcher abgelöst worden. Als Grund gibt das Filmstudio Probleme am Set an.

Mit Material von dpa

Verpassen war gestern, der BR Kultur-Newsletter ist heute: Einmal die Woche mit Kultur-Sendungen und -Podcasts, aktuellen Debatten und großen Kulturdokumentationen. Hier geht's zur Anmeldung!