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Gastro-Rekord: Diese Michelin-Sterne gehen nach Bayern | BR24

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Bibel der Gourmands: Guide Michelin

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    Gastro-Rekord: Diese Michelin-Sterne gehen nach Bayern

    Mit dem "Luce d'Oro" auf Schloss Elmau, dem "Sosein." in Heroldsberg und dem "Alexander Herrmann by Tobias Bätz" in Wirsberg gibt es neue Zwei-Sterne-Restaurants in Bayern. In München erhielt zudem das erste vegetarische Restaurant einen Stern.

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    Noch nie gab es in Deutschland so viele Sterne-Restaurants wie 2019: Im neuen Guide Michelin, der "Bibel" der Feinschmecker, sind 309 ausgezeichnete Gaststätten aufgeführt, darunter zehn mit der Höchstnote von drei Sternen, 38 Adressen mit zwei Sternen und 261 Häuser mit einem Stern, darunter immerhin 37 Neuzugänge. Gwendal Poullennec, der neue internationale Direktor des Guide MICHELIN, kommentierte das Ergebnis laut Pressemitteilung mit den Worten: "Getragen wird dieser Erfolg sowohl von etablierten Altmeistern der Spitzenküche als auch von einer Generation junger, talentierter Köche mit erstklassiger Ausbildung und neuen, frischen Ideen.“ Ein Drei-Sterne-Restaurant hat Deutschland verloren, seit das "La Vie" in Osnabrück aufgegeben hat. Sechs Küchenchefs konnten ihr Niveau nicht halten und verloren einen oder sogar zwei Sterne.

    Nürnberg wird "Kulinarischer Hotspot"

    Mit dem "Tian" gibt es in München erstmals ein vegetarisches Restaurant mit Stern. Auch das "Gabelspiel" in der Landeshauptstadt ist erstmals mit einem Stern dabei. Nürnberg entwickelt sich nach Angaben des Guide Michelin "zusehends zum kulinarischen Hotspot". Dort dürfen sich die Restaurants "Koch und Kellner", "Der Schwarze Adler" und "Waidwerk" jeweils erstmals über einen Stern freuen. Insgesamt gibt es dort fünf Sterne-Adressen, das "Essigbrätlein" hat traditionell zwei Sterne. Ralf Flinkelflügel, der Guide-Michelin-Direktor für Deutschland und die Schweiz sagte auf einer Pressekonferenz in Berlin: "Die Gastronomen haben erkannt, was die Gäste möchten, sie möchten gut essen in einem lockeren Ambiente. Dieses Elitäre war gestern."

    Im Bundesländer-Vergleich liegt Bayern mit 52 Sterne-Gaststätten nach Baden-Württemberg (77) auf Platz 2. Nordrhein-Westfalen belegt mit 47 Sterne-Restaurants den dritten Rang, Rheinland-Pfalz mit 27 Adressen den vierten.

    © Annette Riedl/dpa

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    Unterhalb der Sterne-Küche würdigen die Michelin-Tester mit dem Prädikat "Bib Gourmand" sorgfältig zubereitete Mahlzeiten zu einem besonders günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis. In dieser Kategorie sei ein Drei-Gänge-Menü bereits für 37 Euro zu haben. Neu aufgelistet sind in Bayern etwa der "Dorfwirt" in Unterammergau, das "Gasthaus zum Goldenen Krug" in Mintraching, das "Landhotel Birkenhof - Turmstube" in Neunburg vorm Wald und "Zur Iphöfer Kammer" in Iphofen. Auch "das asam" in Aldersbach und das "Luma" in Nürnberg bieten demnach hochklassige und erschwingliche Küche.

    Frauen sind in der Spitzen-Gastronomie übrigens nach wie vor rar: Unter den insgesamt zehn Drei-Sterne-Köchen ist kein einziger weiblich, überhaupt gibt es unter den immerhin 309 Gourmet-Küchenchefs nur zehn Frauen.

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    Es ist angerichtet

    Nach dem Maßstab des Guide Michelin ist ein Restaurant mit drei Sternen eine "Reise wert", ein Haus mit zwei Sternen "einen Umweg", ein Gasthaus mit einem Stern immerhin "einen Stopp". Da Kochen ein "Mannschaftssport" sei, würden nicht einzelne Spitzen-Köche ausgezeichnet, sondern immer ein ganzes Haus. Sterne-Stars könne ihre Prädikate nicht einfach "mitnehmen", wenn sie ihre Arbeitsstätte wechseln. Die Test-Esser arbeiten grundsätzlich anonym und haben den Anspruch, "unabhängig" zu urteilen. Deshalb bezahlen sie auch alle Speisen, die sie verzehren.

    Der Guide Michelin 2019 ist ab Freitag, dem 28. Februar im Handel und kostet in Deutschland 29,95 Euro, in Österreich 30,80 Euro, in der Schweiz 39 Franken.