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© Bernd von Jutrczenka/Picture Alliance
Bildrechte: Bernd von Jutrczenka/Picture Alliance

So voll wird es nicht: Mailänder Scala

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    Maximal 500 Zuschauer: Mailänder Scala öffnet am 10. Mai

    Mit einem Orchesterkonzert auf Abstand will Italiens berühmtestes Opernhaus wieder den Betrieb aufnehmen. Nur die Logen und die Galerie werden geöffnet sein, die Musiker nehmen das gesamte Parkett ein. Und Oper gibt´s weiterhin nur als Live-Stream.

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    Von
    • Peter Jungblut

    Noch sind sie an der Mailänder Scala mit einer Plattenaufnahme beschäftigt: Star-Sopranistin Anna Netrebko nimmt für die "Deutsche Grammophon" gerade deutsche und italienische Arien auf, begleitet von Dirigent Riccardo Chailly. Doch schon am 10. Mai sollen erstmals wieder Zuschauer ins Haus gelassen werden, so eine Pressemitteilung der Scala.

    Demnach wird das gesamte Parkett zur Stellfläche für das Orchester, so dass die Musiker gebührenden Abstand zueinander halten können. Das Publikum wird in den Logen und in der Galerie Platz nehmen dürfen, maximal 500 der sonst möglichen 2.030 Karten werden verkauft. Auf dem Programm des Eröffnungskonzerts steht das Chorstück "Patria Oppressa" aus Giuseppe Verdis Oper "Macbeth", ein großer Klagegesang über die Nöte des Volkes in düsteren Zeiten. Aber auch das Vorspiel aus Richard Wagners "Meistersinger von Nürnberg" und dessen "Tannhäuser"-Ouvertüre erwarten die "Debütanten".

    Mit dem "Freischütz" in die "Neue Welt"

    Einen Tag darauf, am 11. Mai, gastieren die Wiener Philharmoniker unter Riccardo Muti. Die Österreicher hatten sich für ihren Auftritt in der Scala eigens vorzeitig impfen lassen, was teilweise Kritik hervorgerufen hatte. Sie werden auch in Ravenna und Florenz auftreten und mit den zweiten Symphonien von Robert Schumann und Johannes Brahms auftreten. Am 17. Mai folgt Daniel Harding, der die Ouvertüre zu Carl Maria von Webers "Freischütz" und Dvoraks Symphonie Nr. 9 "Aus der Neuen Welt" dirigieren wird.

    Oper allerdings gibt es bis auf Weiteres nur online: Am 25. Mai streamt die Scala Rossinis "Italienerin in Algier" in einer Uralt-Inszenierung aus der Saison 1973/74, die allerdings seinerzeit Furore machte. Damals inszenierte Jean-Pierre Ponnelle, Dirigent war Claudio Abbado. Das verpflichtet natürlich auch bei der "Ausgrabung" zu höchstem künstlerischen Niveau.

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