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Drei Wochen vor dem Auftakt der Luisenburg-Festspiele ist noch unklar, wie viele Zuschauer den jeweiligen Aufführungen beiwohnen dürfen. Intendantin Birgit Simmler erklärt, was das für die Festspiele bedeutet.

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Luisenburg-Festspiele: Zuschauerzahl immer noch unklar

Nachdem die Luisenburg-Festspiele im vergangenen Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen waren, sollen sie heuer stattfinden. Drei Wochen vor dem Auftakt ist aber noch unklar, wie viele Zuschauer pro Aufführung dabei sein dürfen.

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Von
  • Anne Axmann
  • BR24 Redaktion

Drei Wochen vor dem Auftakt der Luisenburg-Festspiele in Wunsiedel ist noch unklar, wie viele Zuschauer die Vorstellungen besuchen dürfen. Die Veranstalter planen derzeit mit 500 Gästen pro Vorführung, heißt es auf Nachfrage des BR.

So viele Zuschauer lassen die jüngsten Lockerungen der Corona-Maßnahmen durch die Staatsregierung zu. Normalerweise finden unter dem Zeltdach vor der historischen Felsenbühne knapp 2.000 Gäste Platz.

Luisenburg-Festspiele: Viele Szenarien parallel planen

Die Intendantin der Luisenburg-Festspiele, Birgit Simmler, spricht von einem Kraftakt für das gesamte Haus: "Das Irre ist, dass man wahnsinnig viele Parallelszenarien geplant hat und dass man immer wieder in die Abwägung gezwungen wird. Wie macht man das, dass man keinen gefährdet, dass es zumutbar ist, dass es die Institution und die KünstlerInnen nicht gefährdet und man gleichzeitig schafft, in eine künstlerische Kraft zu kommen."

Hoffen auf Planungssicherheit

Es liege nun in der Hand der Staatsregierung, das Reglement für alle Freiluft-Kulturveranstaltungen bekannt zu geben, sagt auch Pressesprecher Christof Kaldonek. Noch bis 30. Juni gelte die sogenannte "Bundesnotbremse", danach seien die Länder wieder in der Verantwortung der Corona-Politik. "Wir hoffen jetzt, bald Planungssicherheit zu bekommen", so Simmler.

Emotionale Generalprobe nach Corona-Pause

Am Mittwochabend fand eine geschlossene Generalprobe des Musicals "Der Name der Rose" statt, die zum Auftakt der Festspiele am 2. Juli Premiere feiern soll. Alle Beteiligten hätten sich emotional berührt gezeigt, wieder auf der Bühne zu stehen. "Als unser Ensemble angefahren ist und ich die Begrüßung gemacht habe, habe ich dreimal schlucken müssen, um nicht los zu weinen", sagt Simmler. Sie selbst führt die Regie im berühmten Epos um ein italienisches Kloster und eine Mordserie unter Mönchen.

Demut statt Verkaufsrekorde ist das Motto

Die Saison stehe unter dem Motto Achtsamkeit und Demut – es sei keine Zeit, Superlativen und Verkaufsrekorden hinterherzujagen, sagt Simmler. Die Luisenburg-Festspiele wollen für alle Zuschauer, die bereits Karten besitzen, eine Vorstellung anbieten. 80.000 Karten sind schon verkauft. Ob es darüber hinaus noch einen Kartenvorverkauf gibt oder gar eine Abendkasse, das ist derzeit noch unklar. Interessierte könnten sich online registrieren.

Festspiele auf der Luisenburg 2020 abgesagt

2020 waren die Festspiele wegen der Corona-Pandemie ausgefallen, nun soll das Programm komplett nachgeholt werden. Einzig die Reihe "LuisenburgXtra" konnte im vergangenen Jahr stattfinden. Eigentlich hätten die Festspiele schon am 18. Mai beginnen sollen, wurden wegen der Pandemie aber noch einmal verschoben.

Weitere Aufführungen bei den Luisenburg-Festspielen

Bereits vor dem offiziellen Premiere im Juli wird am Freitag, den 18. Juni, in kleinerer Form im Felsenlabyrinth "Der Watzmann ruft" in einer Neuinszenierung gespielt.

Am 1. Juli feiert das Familienmusical "Pinocchio" Premiere. Auf dem Programm stehen außerdem eine Neuinszenierung von Goethes "Faust" und "Der Brandner Kaspar 2 - er kehrt zurück".

Die Luisenburg-Festspiele finden alljährlich vor der Felsenkulisse des größten Felsenlabyrinths Europas statt.

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