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Neue Banksy-Bilder in Londoner U-Bahn aufgetaucht | BR24

© instagram.com/banksy
Bildrechte: instagram.com/banksy

Bild aus dem Video, das auf Banksys Instagram-Account gepostet wurde.

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    Neue Banksy-Bilder in Londoner U-Bahn aufgetaucht

    Großbritannien hat in Europa die meisten Corona-Toten, die Maskenpflicht in Geschäften gilt aber erst ab 24. Juli. Der berühmte Streetart-Künstler Banksy wirbt nun dafür – und hat eine Botschaft für Uneinsichtige.

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    Von
    • BR24 Kultur

    Ein Streetart-Künstler hat in einer U-Bahn in London mit Ratten-Bildern für das Tragen von Masken in der Corona-Krise geworben. Dokumentiert ist das auf einem Video das Dienstag auf dem Instagram-Account von Banksy gepostet wurde: Auf dem einminütigem Clip soll der geheimnisumwitterte Banksy selbst zu sehen sein: mit Maske, weißem Schutzanzug, blauen Handschuhen und einer orangefarbenen Warnweste. Passagiere erkennen ihn nicht, weil sie ihn wohl für einen Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe halten. Bis Mittwochvormittag wurde das Video schon mehr als drei Millionen Mal angeschaut.

    Die Behörden wischten die Ratten weg

    Doch jetzt melden Nachrichten-Agenturen, dass Banksys neuestes Kunstwerk den Reinigungsvorschriften der Verkehrsbehörde zum Opfer fiel. In der U-Bahn sind die Bilder nicht mehr zu sehen – die Verkehrsbehörde hat sie wegwischen lassen. "In diesem speziellen Fall wurde das Kunstwerk vor einigen Tagen wegen unserer strengen Anti-Graffiti-Politik beseitigt", räumte ein Sprecher der Verkehrsbehörde ein. Man wolle aber Banksy die Chance geben, ein neues Werk an einem "angemessenen Ort" zu erschaffen.

    Niesende Ratten

    Das Video zeigt, wie der Künstler mit Hilfe von Schablonen Ratten auf die inneren Wände und Fenster der Waggons malt. Ein Tier segelt zum Beispiel mit einem Mundschutz als Fallschirm herab, ein anderes – ohne Maske – niest viel Farbe an ein Fenster. Für seine Bilder benutzte Banksy auch Spraydosen und ein Drucksprühgerät.

    "Wenn du keine Maske trägst, kapierst du es nicht."

    Zum Schluss des Videos spielt der Künstler auf den Hit "Tubthumping" der Band Chumbawamba an, in dem es unter anderem heißt: "I get up again" (etwa: Ich stehe wieder auf). Als Kommentar hinterließ Banksy auf Instagram: "Wenn du keine Maske trägst, kapierst du es nicht."

    Die britische Regierung gab am Dienstag bekannt, dass vom 24. Juli an eine Maskenpflicht in Supermärkten und anderen Geschäften in England gelte. Jeder Landesteil in Großbritannien entscheidet über seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln wurde im Juni in England eingeführt.

    Banksys frühere Corona-Interventionen

    Es ist nicht das erste Werk, in dem Banksy die Pandemie thematisiert. Mit einem großen Gemälde bedankte er sich im Mai im General Hospital in Southampton bei den Helden der Pandemie. Das damals ebenfalls auf seinem Instagram-Account veröffentlichte Bild zeigt einen Jungen, der kniet und eine Krankenschwester-Puppe in seiner Hand durch die Luft schweben lässt. Sie streckt wie Superman ihre Hand aus – und trägt Gesichtsmaske, Umhang und eine Schürze mit rotem Kreuz. Der Künstler hinterließ damals im Krankenhaus einen Zettel, auf dem stand: "Danke für alles, was Sie tun. Ich hoffe, dies erhellt den Ort ein wenig, auch wenn es nur schwarz und weiß ist."

    Auch in Italien macht Banksy derzeit Schlagzeilen in einem Kunstkrimi. Italien gab am Dienstag die sogenannte Banksy-Tür, die aus der Pariser Konzerthalle Bataclan gestohlen wurde, an Frankreich zurück. Auf der Tür ist eine traurige Frau mit Schleier zu sehen. Sie war im Januar 2019 in Paris abmontiert worden. Erst im vergangenen Monat hatten Ermittler das Kunstwerk in Italien aufgespürt. Im Bataclan waren am 13. November 2015 bei einem Terroranschlag 90 Menschen getötet worden. Das düstere Bild der Frau war danach auf der Außentür aufgetaucht. Es soll ein Tribut Banksys an die Opfer sein.

    Banksy spielt permanent mit seiner Identität. Bekannt ist, dass er aus Bristol stammt und Ende der 90er-Jahre nach London kam. Einen Namen machte er sich mit gesellschaftskritischen und meist kontroversen Motiven.

    Mit Material der dpa

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