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Löwenmarsch: Mit Prinz Ludwig Spenden für Afrika erwandern | BR24

© picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Prinz Ludwig und seine Mitstreiter brechen 2019 in der Arena von Schloss Kaltenberg zum "Löwenmarsch" auf, um Spenden für Afrika zu sammeln.

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    Löwenmarsch: Mit Prinz Ludwig Spenden für Afrika erwandern

    100 Kilometer am Stück, eine ganze Nacht laufen ohne Pause: Beim "Löwenmarsch" erwanderte Prinz Ludwig von Bayern schon vergangenes Jahr Spenden für Afrika. Am 5. und 6. September 2020 werden wieder die Wanderschuhe geschnürt. Wer läuft mit?

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    Der "Löwenmarsch" ist eine echte Herausforderung, die Prinz Ludwig, einen Ururenkel von König Ludwig III., im vergangenen Jahr an seine Grenzen gebracht hat: Gemeinsam mit gut 100 Mitwanderern lief er bei der Benezif-Aktion eine komplette Nacht durchs Voralpenland, 100 Kilometer am Stück, ohne groß Pause zu machen. Mit jedem Kilometer sammelten die LäuferInnen Spenden für ein Bildungsprojekt in Kenia.

    Anfang September geht der Mammutmarsch in eine neue Runde – von Schloss Kaltenberg, am Ammersee entlang, über St. Ottilien bis nach Neuschwanstein. Wegen der Corona-Pandemie achten die Organisatoren in diesem Jahr freilich auch auf die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. Wer 2020 mitlaufen will, kann sich über die Homepage www.loewenmarsch.de anmelden.

    Schwierigste Bedingungen und kaum Bildungsmöglichkeiten in vielen Regionen Afrikas

    Der Löwe im Titel der Veranstaltung verweist sowohl auf Bayern als auch auf Afrika: In Bayern habe man unter dem Symbol des Löwens "einen Zustand von historischem Wohlstand erreicht", in Afrika aber, der Heimat der Löwen, lebten viele Menschen "unter schwierigsten Bedingungen, ohne Bildungsmöglichkeiten und ohne Chancen auf ein Einkommen", heißt es auf der Website des Benefiz-Projektes, das 2019 auch von der Bayerischen Staatsregierung unterstützt wurde. Im vergangenen Jahr nahm Staatskanzleichef Florian Herrmann an der Wanderung teil und übergab einen Scheck über 478.500 Euro an die Hilfsorganisation.

    Prominente Mitwanderer

    Nicht jeder muss beim Löwenmarsch die kompletten 100 Kilometer bewältigen. Neben den ZieleinläuferInnen, die die ganze Strecke bewältigten, liefen 2019 laut den Organisatoren weitere 150 Teilnehmer auf kürzeren Etappen mit, darunter prominente Mitstreiter wie Rosi Mittermaier und Christian Neureuther. Für jeden erwanderten Kilometer sollen Freunde und Bekannte für die gemeinnützigen Organisation Learning Lions spenden. Diese ermöglicht Jugendlichen in abgelegenen Regionen Afrikas eine Ausbildung in digitalen Berufen.

    Afrika-Engagement von Prinz Ludwig

    Die "Learning Lions" hat Prinz Ludwig gemeinsam mit Freunden ins Leben gerufen. Als der Prinz vor fünf Jahren begann, in der kenianischen Wüste Computerkurse anzubieten, hielten das manche zunächst für die Laune eines Adligen. Mittlerweile verbringt er einen Großteil des Jahres in Kenia und seine Studierenden haben eigene Computer-Unternehmen gegründet und können so auch ihre Familien ernähren. Ein Wohltäter, der die Spenden betuchter Deutscher verteilt, möchte Prinz Ludwig nicht sein. Ihm und dem "Hilfsverein Nymphenburg" geht es um Nachhaltigkeit:

    "Wir haben in der Region viele Schulen gebaut. Doch mich beschäftigt die Frage, was passiert mit den Menschen nach der Schule. Für ganz wenige ist es hier möglich, eine weiterführende Ausbildung zu machen. Und selbst für die wenigen, die das schaffen, gibt es danach einfach keine Arbeitsplätze." Prinz Ludwig von Bayern

    Mit der Initiative "Startup Lions" haben junge Afrikaner jetzt die Chance, im Bereich Software-Entwicklung und Webdesign eigene Firmen zu gründen.

    STATIONEN porträtiert Prinz Ludwig von Bayern am 29. Juli um 19 Uhr im Bayerischen Fernsehen. Der Filmemacher Max Kronawitter hat den Wittelsbacher Prinzen in München und in der afrikanischen Wüste begleitet. In seiner Reportage zeigt er einen Adeligen, der nicht durch Glitzer, Glamour oder Schlagzeilen auffällt, sondern durch seine Vision für eine gerechtere Welt.

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