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Teuerstes Gemälde der Welt "Salvator Mundi" nicht von da Vinci? | BR24

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Besucherinnen des Auktionshauses Christie's stehen im Jahr 2017 vor "Salvator Mundi".

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    Teuerstes Gemälde der Welt "Salvator Mundi" nicht von da Vinci?

    Für 450 Millionen Dollar wurde das Gemälde 2017 versteigert und seitdem nicht mehr ausgestellt. Ein französischer Dokumentarfilm nährt nun Zweifel an der Urheberschaft da Vincis – und klärt über die politischen Verstrickungen hinter dem Werk auf.

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    • BR24 Kultur

    Ist das teuerste Gemälde der Welt nun ein zweifelsfrei echter Leonardo da Vinci - oder am Ende etwa doch nicht? Ein französischer Dokumentarfilm sät neue Zweifel daran, dass das Ölgemälde "Salvator Mundi" tatsächlich ein vom oberitalienischen Renaissance-Großmeister geschaffenes Werk ist. Das stark restaurierte Bild, dessen lateinischer Titel "Erlöser (oder Heiland) der Welt" bedeutet, zeigt Jesus Christus, der seine rechte Hand zum Segensgruß erhoben hat und in der linken Hand eine Kristallkugel hält.

    Das französische Fernsehen sendet kommende Woche einen Film von Antoine Vitkine, der sich mit der Herkunft und Geschichte des berühmten Gemäldes befasst. Darin kommen Analysen des Pariser Museums Louvre zu dem Schluss, dass das Gemälde zwar in einem Atelier da Vincis entstanden sei, der Meister selbst dazu aber lediglich "beigetragen" habe.

    Spannende Geschichte von "Salvator Mundi"

    Dieser Umstand wäre eine weitere Episode in der spannenden Geschichte des Werks: "Salvator Mundi" gilt aktuell als das teuerste je verauktionierte Gemälde der Welt. Es soll unter anderem einst Karl I. von England (1600-1649) gehört haben, dann verliert sich im späteren 18. Jahrhundert die Spur. Um 1900 taucht es, stark übermalt, bei einem britischen Industriellen auf. 1958 wird es nach heutigem Wert für einen Preis von circa 1.350 Dollar in die USA verkauft.

    Im Jahr 2017 versteigert es das Auktionshaus Christie's in New York für 450 Millionen Dollar (nach heutigem Wert: 373 Millionen Euro). Hier beginnt ein weiteres, mysteriöses Kapitel: Der Käufer blieb zunächst geheim. Es soll der saudiarabische Kronprinz Mohammed bin Salman gewesen sein – was Riad allerdings bis heute dementiert. Und auch der Verbleib von "Salvator Mundi" blieb ein Rätsel. Seit der Auktion wurde es nicht mehr öffentlich ausgestellt, die Presse rätselte über den Aufbewahrungsort.

    Film: Louvre-Experten zweifeln an Urheberschaft da Vincis

    Das Thema der Urheberschaft des Gemäldes kam neu auf, als es nicht bei einer großen Da-Vinci-Ausstellung im Louvre 2019 gezeigt wurde. Wie in dem Dokumentarfilm unter Berufung auf anonyme hochrangige Mitarbeiter der französischen Regierung berichtet wird, erregten damals die wissenschaftlichen Analyseergebnisse des Louvre zur Urheberschaft des Gemäldes den Unmut saudiarabischer Vertreter. Bin Salman habe verlangt, dass "Salvator Mundi" bei der Ausstellung als "ein hundertprozentiger da Vinci" bezeichnet und neben dessen Spitzenwerk, dem Porträt der "Mona Lisa", präsentiert werde.

    Der französische Präsident Emmanuel Macron sperrte sich damals dem Film zufolge jedoch gegen die Forderungen bin Salmans. Macron habe es dem Louvre überlassen, mit den Vertretern Saudi-Arabiens auszuhandeln, in welchem Kontext das Gemälde bei der Ausstellung präsentiert werden sollte. Diese Verhandlungen hätten dann zu keinem Ergebnis geführt, weshalb das Bild letztlich nicht gezeigt worden sei.

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