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Kulturreferentin Julia Lehner befürwortet Nürnbergs Bewerbung

Heute entscheidet der Nürnberger Stadtrat darüber, ob man sich als "Europäische Kulturhauptstadt 2025" bewerben soll. Die Kulturreferentin Julia Lehner (CSU) befürwortet die Bewerbung, ebenso Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD). Von Knut Cordsen

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Gerade in der freien Szene, sagt die Nürnberger Kulturreferentin gegenüber dem BR, erkenne man die in der Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt liegenden Entwicklungschancen für Nürnberg. Als Argument gegen eine Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt werden die Kosten ins Feld geführt.

"Ein teurer Titel"?

Ein „teuer“ erkaufter Titel sei das, sagen die Gegner, die ein Bürgerbegehren initiieren wollen. Allein für das Bewerbungsverfahren werden rund fünf Millionen Euro veranschlagt. Nürnberg ist derzeit mit knapp 1,9 Milliarden Euro verschuldet. Im angestrebten Titel sieht Lehner weit mehr als ein Stadtmarketinginstrument.

Julia Lehner: "Dieses Geld, das man in die Hand nimmt, investiert man in die Zukunft der Stadt. D.h., wir brennen kein Feuerwerk ab, wo, sobald die Lichter erloschen sind, auch das Geld verbrannt ist, sondern hier setzt man auf Nachhaltigkeit. Wir hoffen dabei vielleicht auch neue Arbeitsplätze zu generieren. Wir hoffen, ein besseres Stadtklima dabei zu evozieren. Alle Städte, die dieses Kulturhauptstadtjahr durchgeführt haben, haben uns immer wieder bestätigt: Jeder investierte Euro kam bis zu sechs Mal zurück. Also das Geld wird hier nicht verbrannt, sondern es wird investiert."

Zuletzt waren in Deutschland Weimar (1999) und Essen mit dem Ruhrgebiet (2010) „Kulturhauptstadt Europas“. Die Entscheidung des Stadtrats wird für heute Nachmittag erwartet. Sollte eine Mehrheit für die Bewerbung stimmen, müsste sich Nürnberg 2020 gegen andere deutsche Mitbewerber um den Titel wie Dresden oder Heidelberg durchsetzen.