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Kulturreferent gesucht: In Regensburg stapeln sich Bewerbungen | BR24

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Das Thon-Dittmer-Palais in der Altstadt von Regensburg ist jedes Jahr Schauplatz von zahlreichen Events: Der Kulturreferenz hat hier sein Büro.

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    Kulturreferent gesucht: In Regensburg stapeln sich Bewerbungen

    Regensburg braucht 2019 einen neuen Kulturreferenten: Der Job scheint begehrt zu sein. Der Stadt liegen schon jetzt gut 60 Bewerbungen aus der ganzen Republik vor.

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    Wer stellt künftig die Weichen im kulturellen Leben Regensburgs? Knapp 60 Männer und Frauen aus ganz Deutschland wollen ab Herbst 2019 Kulturreferent der Stadt Regensburg sein. Das erfuhr der Bayerische Rundfunk aus gut unterrichteten Kreisen. Die Stadt hatte diese Stelle eines kommunalen Wahlbeamten im Herbst ausgeschrieben, inzwischen ist die Bewerbungsfrist abgelaufen.

    Zehn Bewerber werden ausgesucht

    Dem Vernehmen nach soll nun eine Expertengruppe mit je einem Mitglied jeder Stadtratsfraktion aus den eingegangenen Bewerbungen mit einem Punktesystem die zehn geeignetsten Persönlichkeiten heraussuchen. Die sollen dann zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden, die Wahl nimmt dann der Stadtrat voraussichtlich in seiner Februar- oder Märzsitzung vor. Die Sprecherin der Stadt, Juliane von Roenne-Styra, wollte sich wegen der laufenden Personalangelegenheit im BR nicht äußern.

    Einige Namen kursieren bereits

    Als Bewerber werden genannt der aus Nittendorf stammende derzeitige Kulturreferent des Landkreises Regensburg, Dr. Thomas Feuerer, der aus Rotthalmünster (Lkr. Passau) stammende Leiter der Staatlichen Bibliothek in Regensburg, Bernhard Lübbers, der Kulturreferent der Stadt Amberg, Wolfgang Dersch, und der freiberufliche Kunsthistoriker und Ludwig-II.-Experte Marcus Spangenberg. Einzig Spangenberg war bisher für eine Reaktion zu erreichen. Er wollte zu der Personalangelegenheit keine Stellung nehmen.

    Regensburgs amtierender Kulturreferent Klemens Unger ist seit 1999 im Amt. Er konnte sich bei seiner Wiederwahl 2010 nur mit einer Stimme Vorsprung gegen seinen Gegenkandidaten, den heutigen Sportreferenten der Stadt, Hermann Hage, durchsetzen.

    Offen für neue Kunstströmungen

    Die Altstadt von Regensburg ist seit 2006 UNESCO-Kulturerbe. 2017 zählte die Stadt Regensburg über eine Million Übernachtungen. Das ist ein Prozent aller Übernachtungen in Bayern.

    Vom neuen Kulturreferenten wird erwartet, dass er Regensburg verstärkt den Kunstströmungen des 21. Jahrhunderts öffnet und so die Verbindung einer komplett erhaltenen mittelalterlichen Altstadt mit den Anforderungen unserer Zeit verbindet. Dazu kommt, dass in der "Boomregion Regensburg" zahlreiche Unternehmen Kultur sponsern und für eine Reihe von Initiativen gewonnen werden könnten.

    Das Theater Regensburg mit seinen rund 350 Mitarbeitern ist der mit Abstand größte professionelle Kulturbetrieb Ostbayerns. Das Fünf-Sparten-Haus verzeichnet pro Jahr mehr als 180.000 Besucher. Die Stadt schießt pro Jahr rund 13 Millionen Euro zu.