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Kultur in der Corona-Krise: Minister Sibler macht Hoffnung | BR24

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Die Kulturszene in Bayern liegt wegen der Corona-Pandemie darnieder. Bayerns Kunstminister Sibler gibt nun eine Perspektive auf weitere finanzielle Unterstützung.

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Kultur in der Corona-Krise: Minister Sibler macht Hoffnung

Die Corona-Krise macht der Kulturszene in Bayern schwer zu schaffen. Vor allem in der Szene der freischaffenden Künstler ist die Lage desaströs. Allerdings zeigt sich: Viele wissen offenbar gar nicht, dass sie ein Recht auf Corona-Hilfen haben.

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In der Corona-Krise den Betrieb aufrecht zu erhalten, ist für kleine Theater oder Kinos oft nicht rentabel. Viele Beschäftigte in den staatlichen Einrichtungen sind in Kurzarbeit. Kultur-Veranstaltungen werden abgesagt. Und freie Künstlern bangen oftmals darum, wie sie Miete oder Unterhalt bestreiten sollen.

Allerdings: Das Hilfsprogramm des Freistaats für freischaffende Künstler wurde letztlich nur von 10.000 Personen beantragt - 8.000 Bewilligungen wurden erteilt. Es ging um monatlich maximal je 1.000 Euro für drei Monate. Viele haben stattdessen Hartz IV beantragt.

Sibler will weitere finanzielle Hilfe anstoßen

Jetzt solle nachgelegt werden, betont Bayerns Kunst-Minister Bernd Sibler. "Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Tagen Konzepte zur weiteren Perspektive vorlegen können - vor allem, was die finanzielle Unterstützung anbelangt", sagte er im "B5-Thema des Tages". Auf konkrete Zahlen wollte sich Sibler aber noch nicht festlegen.

Kritik gibt es von vielen Seiten: den Kinobetreibern, Eventmanagern, den Theatern. Ihnen geht es vor allem um: mehr Publikum, weitere Lockerungen. Doch hier wiegelt Sibler ab: "Das Thema Öffnungen ist bei dem pandemischen Geschehen im Moment aber wieder schwieriger zu betrachten."

Kulturveranstaltungen verzeichnen ohne Corona-Ausbrüche

Für die Theater gilt: Bis jetzt gab es bei keinem Kultur-Event einen Corona-Ausbruch - selbst bei den Pilot-Versuchen mit bis zu 500 Zuschauern in der Nürnberger Meistersingerhalle, im Münchner Gasteig und in der Bayerischen Staatsoper.

"Ich hoffe schlicht, dass wir einen Impfstoff bekommen. Ich hoffe, dass die Zahlen runtergehen. Ich hoffe, dass wir wieder mehr Leute in die Theater und die Konzertsäle bekommen. Das wäre die 1a-Lösung, weil wir damit den psychologischen Interessen, Kunst darzustellen, aber auch den finanziellen Interessen am besten nachkommen können." Bernd Sibler, Staatsminister für Wissenschaft und Kunst

Die Kunst- und Kultur-Szene hofft bereits für zuvor auf neue Hilfsmittel, über die nach Ansicht von Kunst-Minister Sibler spätestens Ende Oktober Klarheit herrschen soll.

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