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Kirchen und Gewerkschaften ziehen an einem Strang | BR24

© Allianz für den freien Sonntag

Liegestuhl-Aktion für den freien Sonntag

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    Kirchen und Gewerkschaften ziehen an einem Strang

    "Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt." So steht es im Artikel 140 Grundgesetz, doch immer wieder wird daran gerüttelt.

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    27 Prozent der bayerischen Arbeitnehmer geben an, ab und zu auch am Sonntag zu arbeiten. Vor 10 Jahren, als der Ladenschluss in die Zuständigkeit der Bundesländer übertragen wurde, wurde in Bayern die Vereinigung „Allianz für den freien Sonntag“ gegründet. Getragen von der Gewerkschaft ver.di und den Arbeitnehmerorganisationen von katholischer und evangelischer Kirche, wurde in München jetzt das 10-jährige Bestehen gefeiert.

    „Die Gerichte stehen hinter dem freien Sonntag“ Charles Borg- Manché, Katholischen Arbeitnehmerbewegung

    Das sieht auch Rechtsanwalt Friedrich Kühn so, er hat die „Allianz für den freien Sonntag“ in ihrem jahrelangem Kampf rechtlich begleitet.

    „Da sind in den letzten Monaten und Jahren große Erfolge zu verzeichnen und wenn das so weiter geht, heißt das, dass der Sonntagsschutz gerettet werden kann.“ Friedrich Kühn, Rechtsanwalt

    Doch Angriffe gibt es nach wie vor: Erst vor ein paar Tagen hat der Präsident des Handelsverbandes Deutschland, Josef Sanktjohanser, bundesweit zehn verkaufsoffene Sonntage gefordert.

    Allianz für den Freien Sonntag

    Das mittlerweile stärkste Argument für den Einzelhandel ist die Online-Konkurrenz. Die christlichen Kirchen kämpfen zusammen in der „Allianz für den Freien Sonntag“ und zwar wie Lorenz Wolf, der Leiter des katholischen Büros Bayern, betont für den inneren Zusammenhalt der Gesellschaft.

    „Man muss die Menschen vor Ausbeutung, aber auch vor Selbstausbeutung schützen“ Lorenz Wolf, Leiter des katholischen Büros Bayern

    Der Regensburger Regionalbischof Hans-Martin Weiss assistiert mit einem Jesus-Zitat: "Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat."