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Kultur

Kirche und Politik: Nachwuchs aus BDKJ und evangelischer Jugend | BR24

© Matthias Bolz/dpa

Alois Glück wird 80/ ARCHIV Februar 2019

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    Kirche und Politik: Nachwuchs aus BDKJ und evangelischer Jugend

    Der CSU-Politiker Alois Glück war Vorsitzender des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, die Grünen-Abgeordnete Katrin Göring-Eckardt in der EKD-Synode: Aus der Kirche zieht es viele Christen in die Politik, auch bei den Kommunalwahlen.

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    Kirche ist ein wichtiger sogenannter vorpolitischer Raum. Aus Verbänden und Pfarrgemeinden speist sich Nachwuchs in den Parteien. Hier engagieren sich Christen, die wie Malte Scholz aus Neustadt an der Aisch oder Alexandra Gaßmann bei den anstehenden Kommunalwahlen antreten.

    Von der evangelischen Jugend zu den Grünen

    Malte Scholz ist 19 Jahre jung – der 12.-Klässler kandidiert bei den Kommunalwahlen für die Grünen in Neustadt an der Aisch, auf Listenplatz 2. Neben den Grünen engagiert er sich auch in der evangelischen Jugendarbeit – ist dort Mitglied der Landesjugendkammer. Nach dem Abitur will Malte Scholz Soziale Arbeit studieren und im Stadtrat von Neustadt an der Aisch aktiv Politik zu machen. Dass er jetzt überall auf Flyern zu sehen sei, sei ein gutes Gefühl, sagt er. Politisch sei er immer schon gewesen. Begonnen hat sein politisches Engagement mit seiner Konfirmation 2015, als er in einem Asyl-Café mitarbeitete. "Es geht immer darum seinen Standpunkt dem anderen beizubringen. Da stärkt einen die evangelische Jugend. Und man ist da ja in einem geschützten Raum, es passiert einem ja nichts." Networking - also das, was politisches Arbeiten ausmache - habe er in der evangelischen Jugendarbeit gelernt. Ihm ist die Bewahrung der Schöpfung ein großes Anliegen, es geht ihm aber auch darum, Systeme kritisch zu hinterfragen - so wie Jesus es getan habe.

    Vom katholischen Elternbeirat zur CSU

    Christliche Werte sind auch für Alexandra Gaßmann zentral. Sie ist 52, Mutter von neun Kindern und seit 16 Jahren im Pfarrgemeinderat ihrer Pfarrei Namen Jesu im Münchner Stadtteil Laim aktiv. 19 Jahre lang war sie im Elternbeirat des katholischen Kindergartens – auch als Vorsitzende. Inzwischen ist sie Pfarrverbandsratsvorsitzende von vier katholischen Gemeinden. Seit elf Jahren ist sie Mitglied im Bezirksausschuss, vor dreieinhalb Jahren kam sie als Nachrückerin für die CSU in den Münchner Stadtrat – jetzt kämpft Alexandra Gaßmann erneut um den Einzug ist Stadtparlament. Auf Listenplatz 24. "Eine Frau hat heute am Infostand zu mir gesagt: Ich weiß, sie sind immer für die Menschen im Viertel da. Vielleicht ist es das, was es trifft. Da zu sein für die Menschen; das ist auch eine christliche Überzeugung für mich." Menschen zu helfen - ob im Großen oder im Kleinen, das sei ihr wichtig, sagt sie und das zählt sie auch zu den Talenten, mit denen Gott sie ausgestattet habe.