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Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt wird 40 Jahre alt | BR24

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Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt feiert Geburtstag. Sie ist die einzige katholische Uni im deutschsprachigen Raum und bildet neben Theologen auch Pädagogen, Wirtschaftswissenschaftler und Journalisten aus.

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Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt wird 40 Jahre alt

Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt feiert Geburtstag. Sie ist die einzige katholische Uni im deutschsprachigen Raum und bildet neben Theologen auch Pädagogen, Wirtschaftswissenschaftler und Journalisten aus.

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Nach dem Abitur hat Claudia Moser bei einer Zeitung eine Ausbildung zur Redakteurin gemacht, jetzt studiert die 22-Jährige an der Katholischen Universität in Eichstätt Journalistik. Zuerst hat sie sich die größeren Unis angesehen. "Durch puren Zufall habe ich Eichstätt entdeckt und mich sofort verliebt und gesagt, da muss ich hin!"

Christliches Menschenbild trifft Wissenschaft

Claudia Moser ist eine von knapp 5.000 Studierenden, die derzeit an der KU Eichstätt-Ingolstadt studieren. Diese ist die einzige katholische Universität im deutschsprachigen Raum. Vor 40 Jahren wurde sie gegründet. "Unsere Perspektive ist stark vom christlichen Menschenbild gespeist, natürlich bei aller Freiheit und Autonomie der Wissenschaft", sagt Uni-Präsidentin Gabriele Gien.

Wer in Eichstätt studiert, soll nicht nur Fachwissen sammeln, sondern einen ethischen Wertekompass mitbekommen, so die Idee. Das gilt für BWL-Studenten genauso wie für angehende Journalisten. Claudia Moser etwa setzt sich in ihrem Studium mit aktuellen ethischen Herausforderungen auseinander. Katholisch sein muss man aber nicht, um an der Uni studieren zu können.

"Für mich war nicht ausschlaggebend, dass das eine katholische Uni ist. Ich persönlich bin nicht wirklich gläubig und im Alltag spielt es keine Rolle – hier treffen viele Kulturen aufeinander." Claudia Moser, Studentin

Katholische Kirche spielt eine große Rolle

Träger der nicht-staatlichen Universität ist eine Stiftung unter der Aufsicht der Freisinger Bischofskonferenz. Rund 15 Prozent der Finanzierung, so sieht es das Konkordat vor, stammt von der Kirche – im Jahr 2019 waren das rund 21,3 Millionen Euro.

Die Kirche hat das Recht mitzuentscheiden, wer Präsidentin oder Präsident an der Universität wird. Das führte im Frühjahr 2008 zu einem Eklat, als sich der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke, damals "Großkanzler" der Universität, weigerte, den bereits gewählten Theologen Ulrich Hemel zum Präsidenten der KU zu ernennen. Ein Vorgang, der heute so nicht mehr möglich wäre, sagt Präsidentin Gabriele Gien. Nach dem Eklat wurde die Wahlsatzung geändert.

KU Eichstätt-Ingolstadt international vernetzt

In den vergangenen Jahren hat sich die Universität weiterentwickelt. Inzwischen gehört mit Ingolstadt ein weiterer Standort dazu. Und auch die Forschung, sagt Gabriele Gien, spielt eine immer größere Rolle. Die Universität hat inzwischen auch englischsprachige Angebote im Programm und ist international vernetzt.

Darüber freut sich auch Claudia Moser. Die Studentin will, nach der Corona-Krise, ein Semester in Salamanca in Spanien verbringen. Insgesamt gefällt ihr das familiäre Klima in Eichstätt: "Das Besondere ist für mich, dass ich an dieser Uni wirklich keine Nummer bin. Ich glaube, das gibt es an den großen Massen-Unis einfach nicht."