BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© Martina Bogdahn/BR Bild
Bildrechte: Martina Bogdahn/BR Bild

Gernot Roll

Per Mail sharen

    Kameramann der "Heimat"-Chroniken: Gernot Roll gestorben

    Er war "Bildgestalter" bei den Filmchroniken "Heimat" von Edgar Reitz und arbeitete mit Helmut Dietl zusammen. Als Regisseur war er für Komödien ("Ballermann 6", "Männersache") bekannt. 2003 war er Gründungsmitglied der Deutschen Filmakademie.

    Per Mail sharen
    Von
    • Peter Jungblut

    Gernot Roll ist tot. Der prominente Kameramann und Regisseur wurde 81 Jahre alt. Er hatte sein Handwerk bei der DEFA in Potsdam-Babelsberg gelernt, bevor er 1960 in die Bundesrepublik übersiedelte. Ein Jahr später begann er bei der Bavaria in München-Geiselgasteig. Zu den wichtigsten Arbeiten von Roll, der sich nach eigener Aussage gern "Bildgestalter" nannte, auch in Abspännen, gehört die "Heimat"-Chronik von Edgar Reitz. Zu den vielen erfolgreichen Spielfilmen, bei denen die Kamera führte, gehören "Der bewegte Mann", "Jenseits der Stille", "Nirgendwo in Afrika" und "Speer und Er". 2018 war er an dem investigativen Spielfilm "Saat des Terrors" von Grimme-Preisträger Daniel Harrich beteiligt.

    Als Regisseur widmete sich Roll überwiegend Unterhaltungsstoffen wie "Radetzkymarsch" (1994) und eingängigen Komödien wie "Ballermann 6" (1997) und "Die Superbullen" (2011).

    Roll erhielt zahlreiche Preise, darunter für "Heimat" und "Radetzkymarsch" Grimme-Preise in Gold. 2014 wurde ihm der Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises zuerkannt. Auf dem "Boulevard der Stars" in Berlin ist er mit einem Stern präsent.

    Roll starb nach Informationen des BR in den Morgenstunden des 12. Novembers nach einer Krebserkrankung.

    Verpassen war gestern, der BR Kultur-Newsletter ist heute: Einmal die Woche mit Kultur-Sendungen und -Podcasts, aktuellen Debatten und großen Kulturdokumentationen. Hier geht's zur Anmeldung!

    Die BR KulturBühne – ein Platz für Konzerte, Events, Debatten und auch großes Vergnügen. Hier geht's lang