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Großes Kino im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg: In einem Wartesaal der 1920er-Jahre in Bayern begegnen sich Größen der bayerischen Schauspiel- und Kabarettszene.

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Kabarettgrößen machen Film für Haus der Bayerischen Geschichte

Großes Kino im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg: In einem Wartesaal der 1920er-Jahre in Bayern begegnen sich Größen der bayerischen Schauspiel- und Kabarettszene.

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Von
  • BR24 Redaktion

Am 25. September 2020 wird im Donausaal im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg mit "Tempo, Tempo - Bayern in den 1920ern" die nächste große Sonderausstellung eröffnet. In der einen Hälfte des Saals spielt die Ausstellung mit ihren Objekten und Inszenierungen, in der anderen Hälfte gibt es großes Kino - im Film "Wartesaal. Das Schauspiel zur Ausstellung" begegnen sich Schauspieler und Kabarettisten wie BR-Moderator Christoph Süß, Luise Kinseher, Helmut Schleich und Max Uthoff.

Schauspieler schlüpfen in unterschiedliche Rollen

Vom Beamten bis zum ärmlichen Soldaten, von der kränklichen jungen Frau bis zum feinen Herrn, vom polternden Bayern bis hin zur Fotografin schlüpfen sie in die unterschiedlichsten Rollen und sind der Gesellschaft jenes aufreibenden Jahrzehntes entsprungen. Mit dabei auch ein alter Bekannter: Karl Valentin gibt sich ebenfalls die Ehre.

Darum geht's

Bayern in den 1920ern. Nach Weltkriegsende, Revolution und der Ermordung Kurt Eisners weiß um 1919 niemand in München so recht, wie es weitergehen soll. Alle warten - und keiner weiß worauf. Wobei natürlich so ein jeder seine eigenen Vorstellungen hat. Die Zeiten stehen auf Auf- und Umbruch. Die Demokratie steckt in den Kinderschuhen, politische Radikalisierung von linker und rechter Seite bringt große Unsicherheit. Wer ist Freund und wer ist Feind? Inflation, Armut und Krankheiten heizen die angespannte Stimmung noch mehr an.

Schon länger träumt die intellektuelle und einflussreiche Elite von einer Art Erneuerung des Volksgeistes - oftmals vermischt mit antisemitischen oder militaristischen Vorstellungen. Gleichzeitig pulsiert in den Schwabinger Cafés und Spelunken anfangs noch das freie Künstlerleben. Man trifft dort Querdenker wie Brecht, Ringelnatz, Oskar Maria Graf, Karl Valentin. Durch das Erstarken der Nationalsozialisten steht die Freiheit Münchens als Kunst- und Kulturstadt jedoch auf der Kippe.

Drehbuch des Films von Christoph Süß

Das Tempo zieht trotzdem an. Überall technische Neuerungen, Rekorde, Entdeckungen, das Lebensgefühl der wilden 1920er mit neuer Musik und neuer Mode schimmert herein. Ausschweifend wird Charleston getanzt und gefeiert. Doch mit der Wirtschaftskrise 1929 kommt ein neuer Einbruch - und gute Zeiten für Agitatoren brechen an.

Der 30-minütige Film wird mit der Eröffnung der Ausstellung am 25. September Premiere feiern. Das Drehbuch stammt von Christoph Süß. Einer breiten Öffentlichkeit bekannt ist er durch die Moderation der Sendung "quer" des Bayerischen Rundfunks.

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Bildrechte: Haus der Bayerischen Geschichte

Dreharbeiten zum einstündigen Film für das Haus der Bayerischen Geschichte, unter anderem mit BR-Moderator Christoph Süß.

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