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"Julieta" - ein Mutter-Tochter-Melodram von Pedro Almodovar

Der spanische Regisseur und Oscar-Preisträger Pedro Almodovar nimmt in seinem neuen Film "Julieta" die religiöse Gemeinschaft "Opus Dei" ins Visier. Moritz Holfelder über "Julieta", der heute in den deutschen Kinos startet.

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Pedro Almodovar ist zurück! Nach seiner Flugbegleiter-Komödie „Fliegende Liebende“, die künstlerisch enttäuschte und an den Kinokassen alles andere als ein Hit war, hat er wieder einen kraftvoll tragischen Film inszeniert. Mit „Julieta“ erzählt er ein doppelbödiges Melodram, das mit seiner Balance aus schicksalshaft verknüpften Figuren und wundersamen Situationen überzeugt.

Auch die großartige Schauspielerin Rossy de Palma ist wieder mit dabei, die mit der großen geschwungenen Nase – sie spielt in einer Nebenrolle eine eigenwillige Haushälterin. Im Kern erzählt Almodóvar von einer tragischen Mutter-Tochter-Beziehung.

Eine tragische Geschichte einer religiösen Entfremdung

Die Literatur-Dozentin Julieta begegnet zufällig einer Freundin, die ihre seit Jahren verschollene, inzwischen erwachsene Tochter gesehen hat. Abrupt ändert Julieta ihr Leben und begibt sich auf die Suche nach ihrem Kind. Auf zwei Zeit-Ebenen versucht der Film zu klären, was mit der Tochter geschah. Basierend auf drei Kurzgeschichten von der Literatur-Nobelpreisträgerin Alice Munro erzählt Pedro Almodovar die tragische Geschichte einer religiösen Entfremdung. Das Ende bleibt offen.

„Julieta“ reicht trotz großer Momente und toller Schauspieler nicht ganz an seine berühmten Melodramen wie „Sprich mit ihr“ oder „Volver“ heran. Aber „Julieta“ ist auf alle Fälle wieder ein Almodovar-Film, den es lohnt zu sehen.

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B5 Kultur

Von
  • Katharina Altemeier
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