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Jugend-Kunst-Mobil im Fichtelgebirge geht an den Start
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Jugend-Kunst-Mobil im Fichtelgebirge geht an den Start

Die Kinder müssen nicht erst zur Kunst gebracht werden, die Kunst kommt zu den Kindern – das ist das Motto des neuen Jugend-Kunst-Mobils im Fichtelgebirge, das heute in Kirchenlamitz (Lkr. Wunsiedel) vorgestellt wurde. Das sogenannte Juku-Mobil kommt beispielsweise zu Festen, Kulturveranstaltungen, in Schulen oder Museen. Künstler bieten dann vor Ort Workshops für Kinder und Jugendliche an.

"Die Kinder erleben, dass sie schöpferisch tätig sein und kreativ mit Herausforderungen umgehen können. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein und hilft ihnen auch später im Beruf." Stefan Frank, Projektleiter des Juku-Mobils

Kunst für Kinder und Jugendliche

Die Künstler bieten die ganze Palette der Kunst und Kultur an: von bildender Kunst über Tanz, Theater, Kunst im öffentlichen Raum und Installationen bis hin zum Dokumentarfilm. Zusammen mit den Künstlern sollen die Kinder öffentliche Orte wie Jugendzentren oder Plätze verschönern.

Juku-Mobil kann man bestellen

Außerdem sollen die Kinder den Slogan "Freiraum für Macher" mit Leben füllen und ihre Wünsche und Erwartungen an den Landkreis Wunsiedel formulieren. "Wer Interesse hat, kann sich bei mir melden und das Juku-Mobil für seine Veranstaltung bestellen. Wir werden aber auch auf Grundschulen zugehen oder Skateparks anfahren", so Frank.

Workshops mit Künstlern aus der Region

Bislang sind fünf Künstler aus der Künstlerkolonie Fichtelgebirge dabei. Bei der Auftaktveranstaltung gab es erste Workshops mit Künstlern. Vor Ort waren Irene Fritz von der Kulturwerkstatt Kalmreuth (Lkr. Neustadt an der Waldnaab), Andi Dünne vom Kunstbetrieb Cham und Annette Hähnlein aus Bibersbach (Lkr. Wunsiedel).

Projekt mit Wunsiedler Kinderheim

Anschließend wurde das Kooperationsprojekt "Heima(r)t" mit dem Kinder- und Jugendhilfezentrum St. Josef in Wunsiedel vorgestellt. Die Bewohner setzen sich mit den Begriffen Heimat und Identität auseinander. Dabei soll ein Dokumentarfilm entstehen, der zeigt, wie sich ein Kinderheim von innen beziehungsweise außen betrachtet anfühlt.

Modellprojekt läuft drei Jahre

Das Juku-Mobil war bereits bei zwei Veranstaltungen im Einsatz: beim Eisschwimmen am Fichtelsee und bei einem Workshop an der Grundschule Tröstau (Lkr. Wunsiedel). Das Modellprojekt läuft zunächst drei Jahre. Organisiert wird es vom Landesverband der Jugendkunstschulen, vom Jugendamt, vom Regionalmanagement des Landkreises Wunsiedel und von Projektleiter Stefan Frank. Das Juku-Mobil wird vom Landkreis Wunsiedel finanziert und bekommt Fördergelder aus dem Programm "LandKULTUR" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.